FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 02.09.2011:

Mit „Lili“ stündlich in die Stadt - Verkehrsminister Jörg Bode eröffnete neuen zentralen Omnibusbahnhof und neues Lingener Bussystem

Lingener Tagespost - Lokales
Lingen. Gestern eröffnete der niedersächsische Wirtschafts- und Verkehrsminister Jörg Bode (FDP) offiziell den neuen zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) in Lingen. Von dort wird auch der neue Stadtbus „Lili“ („Linie für Lingen“) im Stundentakt nach Brögbern und zum Gauerbach fahren.
„Der öffentliche Personennahverkehr ist ein wichtiger Baustein zur Sicherung der Mobilität“, erklärte Bode. Dem ZOB bescheinigte der Minister, attraktiv zu sein: „Hier kann man gut warten, gut einsteigen, gut umsteigen.“ Busse und Fahrpläne müssten ebenfalls attraktiv sein, um den Ansprüchen von heute an den ÖPNV gerecht zu werden, betonte Bode in seiner Ansprache.
Hermann Meyering, Geschäftsführer der Verkehrsgemeinschaft Emsland-Süd (VGE), erläuterte die Dimensionen des Projektes. 16 überdachte Bussteige bildeten den Knotenpunkt für den Busverkehr. Es seien 2,5 Millionen Euro investiert worden, um die täglich 7000 Fahrgäste, darunter alleine 5000 Schüler, zu bedienen.
Das zentral gelegene neue Leitstellengebäude stelle eine Verbesserung hin zu mehr Fahrgastnähe sicher. Auf Nachfrage sagte Meyering, dass das Gebäude 600 000 Euro gekostet hat. 342 000 Euro haben die sieben in der VGE zusammengeschlossenen Busunternehmen investiert. Die Stadt Lingen habe sich mit 160 000 und der Landkreis Emsland mit 98 000 Euro beteiligt. Die Kosten von 1,9 Millionen Euro für den ZOB seien aus öffentlichen Mitteln finanziert worden. Kritisch äußerte sich Meyering aber zum Entwurf des neuen Personenbeförderungsgesetzes: „Dieser benachteiligt die mittelständischen Busunternehmen.“
In Region verwurzelt
„Unser Angebot ist öffentlich. Es ist ein Leichtes für andere Anbieter, den Genehmigungswettbewerb zu gewinnen, indem er unserer Angebot mit kleinen Veränderungen abschreibt.“ Dabei seien gerade die mittelständischen Unternehmen in der Region verwurzelt. Die Investition in das neue Gebäude zeige das Vertrauen der Unternehmer in die Zukunft des regionalen ÖPNV. Bode versprach, sich für eine Überarbeitung des Gesetzentwurfs einzusetzen. „Man muss sich das noch einmal genau anschauen, damit man nicht das Gegenteil von dem erreicht, was man eigentlich wollte“, stellte Bode klar, dass der Entwurf nicht als Gegenpol zum Mittelstand gedacht sei.
Oberbürgermeister Dieter Krone versicherte, zukünftig öfter mit dem Bus zu fahren. Grund sei das neue Stadtbussystem „Lili“. Der auf Beschluss aller Fraktionen im Stadtrat gestartete Modellversuch laufe bis Mitte 2012. Dafür seien in den städtischen Haushalt 258 000 Euro eingestellt worden. Für einen Euro je Fahrt könnten die Bürger die Linien 111 (ZOB – Damaschke – Brögbern) und 112 (ZOB – Stroot – Gauerbach) nutzen. Es würden verschieden Einrichtungen und Ämter in der Stadt angefahren, erklärte Krone. „Ich hoffe, dass die Lingener das Modellprojekt annehmen werden“, äußerte er. Es liege an der Bevölkerung, ob nach dem Ende des Modellprojektes möglicherweise eine Ausweitung des Stadtbussystems „Lili“ auf weitere Linien geben werde. Besonders wies Krone auf die „Schietwetter-Karte“ hin. Von November bis März könne man für 99 Euro den „LiliBus“ beliebig oft nutzen.
Lingener Studierende brauchen diesen Preis übrigens nicht zu bezahlen. Auf Nachfrage unserer Zeitung erklärte Meyering, dass ab dem Wintersemester das Netz der VGE im Semesterticket enthalten ist.
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