FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 30.07.2011:

Ab sofort neue Tarife in den Linus Wasserwelten

Lingener Tagespost - Lokales

Aufsichtsrat beschließt ein in Teilen neues Preis- und Zeitsystem – Familie zahlt für einen zweistündigen Besuch sieben Euro

pm/vb Lingen. „Wir haben die Anregungen unserer Gäste aufgenommen und einige Nachbesserungen an der Tarifstruktur des Linus Freizeitbades und der Sauna vorgenommen.“ Dies betonten Lingens Oberbürgermeister Dieter Krone und Arno Ester, Geschäftsführer der Wirtschaftsbetriebe, am Freitagnachmittag in einer Pressemitteilung.
Der Aufsichtsrat der Wirtschaftsbetriebe – Mitglieder sind neben OB Dieter Krone auch drei Vertreter der CDU sowie je ein Mitglied der FDP, der SPD und von Bündnis 90/Die Grünen – hatte am Donnerstagabend in einer Sondersitzung über eine neue Preis- und Tarifstruktur beraten. Die politischen Vertreter reagierten damit auf die anhaltende Kritik in den vergangenen Wochen. Laut der Pressemitteilung sind wesentliche Punkte der neuen Struktur unter anderem, dass ab sofort die Zeit für Kurzschwimmer von 90 Minuten auf zwei Stunden angehoben wird – ohne den Preis zu verändern. Neu ist auch die Einführung einer Familienkarte für diese zwei Stunden. Familien (zwei Erwachsene und drei Kinder oder ein Erwachsener und vier Kinder) können somit für zusammen zwölf Euro zwei Stunden lang das Linus nutzen. Für Lingener Familienpassinhaber reduziert sich der Preis für den nun zweistündigen Kurzschwimmtarif um weitere fünf auf sieben Euro.
Das neue Preissystem sieht zudem eine neue Taktung vor. Wenn die Gäste das Schwimmbad des Linus länger als zunächst geplant nutzen, erhöht sich der Eintrittspreis für Erwachsene pro Stunde um jeweils einen Euro. Schüler und Studenten sowie alle, die das Bad zu ermäßigten Preisen nutzen können, zahlen pro Stunde 50 Cent mehr, Familien 1,50 Euro. Das vorherige Preissystem sah lediglich Tarife für 90 Minuten, vier Stunden und eine Tageskarte vor, sodass ein kurzzeitiges Überschreiten der Schwimmzeit zu erheblichen Nachzahlungen führte.
„Damit werden wir insbesondere den Ansprüchen der Familien besser gerecht“, zeigte sich Dieter Krone laut der Mitteilung erfreut über die Entscheidung des Aufsichtsrates: „Gerade mit kleinen Kindern können die Zeiten oft nicht so genau eingehalten werden. Mit der neuen Taktung sind Familien flexibler.“ Eine fünfköpfige Familie mit dem Lingener Familienpass zahlt laut der Pressemitteilung für eine Tageskarte zudem jetzt 13 Euro (vorher 14 Euro). „Und für drei Stunden kostet sie der Aufenthalt im Linus 8,50 Euro“, erklärte Ester weiter. Kinder bis zu vier Jahren haben freien Eintritt, bei Menschen mit einer schweren Behinderung erhält die Begleitperson freien Eintritt.
In der neuen Sauna im Linus Lingen gibt nun zusätzlich eine so genannte „5+1“-Karte – bei fünf Besuchen ist der Sechste kostenlos.
Weiterhin wies Ester auf die LinusCard der Wirtschaftsbetriebe Lingen hin, deren Inhaber erhalten zehn Prozent Rabatt auf alle Eintritte – außer den bereits vergünstigten Sondertarifen. „Die Karte ist übertragbar und kann nach Belieben aufgeladen werden“, erklärte Ester: „Ich bin überzeugt, dass wir mit der neuen Preisstruktur, der LinusCard und dem Lingener Familienpass jetzt für jeden Gast das passende Angebot haben. Allerdings möchte ich auch betonen, dass wir mit dieser Preisstruktur erstmalig nach 16 Jahren die Preise anheben – eine Anpassung war längst überfällig.“

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Kommentar der LT

Das Fingerspitzengefühl hat gefehlt

Am 7. Juli ist die neue Saunalandschaft in den Linus Wasserwelten eröffnet worden. Zum gleichen Zeitpunkt sind neue Preise für den bereits in den Vorjahren sanierten und teilweise erweiterten Hallen- sowie den Freibadbereich eingeführt worden. Nach gut drei Wochen ununterbrochener Kritik am neuen Preissystem – auch in bzw. über die Lingener Tagespost – ist der Aufsichtsrat der Wirtschaftsbetriebe nun ein Stück weit zurückgerudert.

Die Politik hat damit schnell reagiert. Klar ist aber auch: Die jetzt vorgenommenen Korrekturen beschlossen dieselben Aufsichtsratsmitglieder, die noch vor rund vier Wochen die Preiserhöhungen zwar teils kontrovers diskutiert, aber letztlich mehrheitlich beschlossen haben. Da hat es vor der Sommerpause zumindest bei den meisten Aufsichtsräten noch am nötigen Fingerspitzengefühl gefehlt, welche Preise von der Mehrheit der Bürger als gerecht empfunden – und letztlich auch an der Kasse bezahlt werden.

Und das sollte für alle das Ziel sein: Möglichst vielen Bürgern einen gesundheitsfördernden Besuch im Linus schmackhaft zu machen – und ihn finanziell auch zu ermöglichen. Nun kann man gespannt sein, ob die Preise im zweiten Anlauf mehrheitlich akzeptiert werden.
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