FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 23.07.2011:

Bode: Ein Verband mit Vorbildcharakter

Lingener Tagespost - Kreis Emsland

„Im Emsland wird nicht nur geredet, sondern angepackt“ – Wirtschaftsminister Jörg Bode. Foto: Ministerium
„Im Emsland wird nicht nur geredet, sondern angepackt“ – Wirtschaftsminister Jörg Bode. Foto: Ministerium
Thema der Woche: Niedersachsens Wirtschaftsminister sieht gute Entwicklungschancen für das Emsland
Hannover/Meppen. Das Emsland hat sich in den vergangenen Jahren zu einer wirtschaftlichen Boomregion entwickelt. So hat das Wirtschaftsforschungsinstitut Prognos im Zukunftsatlas 2010 der Region sehr gute Entwicklungschancen attestiert und den Kreis im Bereich Dynamik im bundesdeutschen Vergleich sogar auf Platz vier positioniert. Zum Abschluss des Themas der Woche zum Wirtschaftsverband Emsland blickt der Niedersächsische Wirtschafts- und Arbeitsminister Jörg Bode (FDP) auf das Emsland und äußert sich zur Arbeit des Wirtschaftsverbandes.
Herr Minister Bode, wie wird Ihrer Einschätzung nach der Wirtschaftsverband Emsland in der Landeshauptstadt und im Kabinett wahrgenommen?
Den Wirtschaftsverband sehe ich als feste Größe in dieser wichtigen und prosperierenden Region. Der Verband steht für die verlässliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit der Akteure vor Ort. Außerdem nimmt er die wichtige Aufgabe der Interessenvertretung und des Sprachrohres der emsländischen Wirtschaft gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit wahr.
Sie haben als zuständiger Minister einen guten Überblick, wie sich Wirtschaft in den Regionen des Landes organisiert. Wie bewerten Sie den emsländischen Verband?
Der Wirtschaftsverband hat sicher Vorbildcharakter. Hier wird der intensive Austausch zwischen Wirtschaft, Verwaltung, Schulen und Hochschulen gelebt. Eine Region, die mutig ihr Schicksal in die Hand nimmt und dem Wettbewerb couragiert begegnet – das wünscht man sich als Minister überall. Denn dann gelingen Dinge, die anderswo unüberwindlich scheinen. Ich denke dabei an Themen wie zum Beispiel die Energieeffizienzagentur, die Emsland Akademie oder auch den vierstreifigen Ausbau der E 233. Viele Ideen und Projekte rund um das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf und die Familienstiftung wurden im Emsland aus der Taufe gehoben oder gemeinsam mit dem Wirtschaftsverband umgesetzt.
Das Emsland hat landesweit die niedrigste Arbeitslosenquote. Aus der Sicht eines Ministers aus der Landeshauptstadt: Was ist der Grund für den Erfolg der Region?
Das hat in hohem Maße mit der Wirtschaftsstruktur zu tun. Das Emsland hat in den letzten Jahrzehnten einen tief greifenden Strukturwandel durchlebt. Heute dominieren moderne Industrie- und Gewerbebetriebe in einem breit gefächerten Branchenmix. Das Emsland ist geprägt durch überwiegend kleine und mittelständische Unternehmen, viele davon sind als sogenannte „hidden champions“ sehr innovativ tätig, nicht nur regional, sondern weltweit, und das außerordentlich erfolgreich. Aber auch große Unternehmen, die im Emsland beheimatet sind oder sich gerade dort niederlassen und Mitarbeiter brauchen, leisten ihren Beitrag.
Einen weiteren Grund für den Erfolg sehe ich in der Wirtschaftspolitik aller Akteure der Region. Hier wird nicht nur geredet, sondern angepackt. Da schließe ich die Verwaltung genauso mit ein wie die regionale Politik. Hand in Hand werden Projekte, die die Region wirtschaftlich voranbringen, zum Erfolg geführt. Nehmen Sie nur den Lückenschluss der A 31, die Emsvertiefung oder den Eurohafen in Haren.
Im vergangenen Jahr hat das Land auch erstmals Regionalbudgets für gezielte Struktur- und Wirtschaftsförderungen an Vereine vergeben, beispielsweise an die Wachstumsregion Ems-Achse. Können Sie sich eine solche Projektförderung auch für einen regionalen Wirtschaftsverband wie den Zusammenschluss im Emsland vorstellen?
Zunächst muss ich darauf hinweisen, dass seit der Einführung des Regionalbudgets in 2009 von Anfang an jede Region die Möglichkeit hat, mit einem solchen Budget arbeiten zu können. Es gab keine Einschränkungen gegenüber Vereinen. Für ein solches Regionalbudget kommen alle Regionen mit einer landkreisübergreifenden Zusammenarbeit infrage, die in öffentlich-privater Partnerschaft (ÖPP) unternehmerisch Projekte umsetzen.
Die Organisation muss einen Jahresabschluss machen. Wenn der regionale Wirtschaftsverband Emsland die Kriterien, die ich gerade aufgezählt habe, erfüllt, besteht für ihn die Möglichkeit ein Regionalbudget zu beantragen.
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