FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 14.07.2011:

Einmischen lohnt: Neubau soll kommen - Jugendliche engagieren sich

Wo heute noch ein Zelt steht, soll bald ein Neubau mehr Raum für die Aktivitäten auf dem Abenteuerspielplatz Wunderland bieten. Für das neue Gebäude setzten sich (v. l.) Anja Sentker, Rudolf Schmidt, Arjuna Poppe, Mohammed Hachem, Mahmoud Fakih, Hassan Hachem, Daniel Sielaff (Mitarbeiter Wunderland), Gino Schmidt und Hussein Sayed ein. Foto: Mike Röser
Wo heute noch ein Zelt steht, soll bald ein Neubau mehr Raum für die Aktivitäten auf dem Abenteuerspielplatz Wunderland bieten. Für das neue Gebäude setzten sich (v. l.) Anja Sentker, Rudolf Schmidt, Arjuna Poppe, Mohammed Hachem, Mahmoud Fakih, Hassan Hachem, Daniel Sielaff (Mitarbeiter Wunderland), Gino Schmidt und Hussein Sayed ein. Foto: Mike Röser
Lingener Tagespost - Lokales
Lingen. Die Theorie waren sie im vergangenen Herbst durchgegangen, nun lässt sich für die Jugendlichen vom Awo-Abenteuerspielplatz Wunderland in Lingen absehen: Sich engagieren und einmischen bringt etwas. Denn: Ein Neubau für das Wunderland nimmt immer konkretere Formen an.
Die Teilnehmer der Jugendgruppe vom Wunderland hatte sich beim Projekt „Demokratieführerschein“ der Volkshochschule beteiligt. Dort lernten sie in 30 Stunden, unterstützt vom VHS-Referenten David Sang Jin Hagenbäumer, die Wege in der kommunalen Politik kennen, schulten an einem Wochenende ihre Rhetorik, um sich für ein konkretes Vorhaben gut einsetzen zu können.
„Mit viel Energie, Elan und Power“ seien die Jugendlichen dabei, sagte Wunderland-Mitarbeiter Daniel Sielaff, der sich – wie seine Kollegen – in der Sache „weitgehend zurückgenommen“ habe. Die Initiative sei von den Jugendlichen ausgegangen – schließlich geht es um ihr Wunderland und die Raumsituation dort.
Das Problem schilderten die Jugendlichen vor verschiedenen Gremien, Politikern, gegenüber der Verwaltung und unter anderem auch vor dem Jugendhilfeausschuss der Stadt im Mai. Rund 100 regelmäßige Besucher zählt das Wunderland in der Von-Stülpnagel-Straße, die jüngsten gerade einmal zwei Jahre alt.
Nur ein Raum
Für sie alle, für die vielen Angebote, die vielen Bedürfnisse, steht nur ein Raum zur Verfügung. „Das ist zum Beispiel schwierig, wenn man Hilfe bei den Hausaufgaben braucht und um einen herum spielen die anderen“, hatte dort der 17-jährige Mohammed Hachem erklärt. „Das ist auf gut deutsch Mist.“
Ein neues Gebäude ist der Wunsch der Jugendlichen, in das sie sich zurückziehen können, in dem Einzelbetreuungen möglich sind und weitere Aktivitäten geplant werden können. Um Kosten zu sparen, boten die Jugendlichen an, vieles in Eigenleistung zu schaffen, auch in Gesprächen über eine Kooperation mit den Berufsbildenden Schulen stehen sie.
Nicht nur der Ausschuss zeigte sich angetan vom Engagement der Jugendlichen – auch die Verwaltung ging auf das Engagement der Jungs und Mädchen vom Wunderland ein. So stellte nun Horst Flachmann, Leiter der Jugendpflege, erste Planungen vor. Zwischen 40 und 50 Quadratmeter zusätzlicher Platz soll entstehen, wo heute noch ein Zelt steht. Und Günter Schnieders, Fachbereichsleiter Jugend, Arbeit und Soziales, verkündete in der jüngsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses, dass der Baubeginn wahrscheinlich noch 2011 erfolgen wird. „Wir hoffen, dass es bald losgeht“, sagt Anja Sentker, die derzeit ein freiwilliges soziales Jahr auf dem Abenteuerspielplatz absolviert. „Ich hätte nicht gedacht, dass es so schnell etwas wird.“ Mohammed war da noch skeptischer: „Ich habe sogar gedacht, dass es überhaupt nicht klappt.“ Doch der Einsatz lohnt sich offensichtlich.
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