FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 14.07.2011:

Stadt soll halbe Stelle bei Beratungsstelle „Logo“ finanzieren

Lingener Tagespost - Lokales
Unterstützung des Kinderschutzbundes für zwei Jahre – Schnieders: Auch bei den Schulen wird Bedarf gesehen
mir Lingen. Eine halbe Stelle für eine sozialpädagogische Fachkraft beim Ortsverein Lingen des Deutschen Kinderschutzbund soll die Stadt Lingen finanzieren. Der Jugendhilfeausschuss beauftragte die Verwaltung einstimmig damit, eine Vereinbarung mit dem Kinderschutzbund zur Präventionsarbeit über psychische Gewalt und Mobbing an den Schulen zu schließen. Inhalt soll die Mitfinanzierung der halben Stelle vom 1. Januar 2012 bis zum 31. Dezember 2013 sein.
Die Notwendigkeit für die Unterstützung erörterte Heiner Rohoff, stellvertretender Vorsitzender des Ortsvereins, in der Sitzung. So seien die Fallzahlen in der Beratungsstelle „Logo“, einerseits durch die verstärkte öffentliche Diskussion über Missbrauch, andererseits durch mehr Öffentlichkeitsarbeit, enorm gestiegen. Im vergangenen Jahr habe es 227 Fälle im Bereich „Beratung und Therapie“ sowie 156 im Bereich „Präventionsarbeit“ gegeben.
„Der Druck ist groß“, sagte Rohoff und verwies darauf, dass zuletzt durch 57 000 Euro Eigenleistung von zwei auf drei Stellen bei „Logo“ aufgestockt werden konnte. „Das Spendenaufkommen war gut“, so Rohoff. „Aber darauf können wir nicht dauerhaft bauen. Wir wollen aber kontinuierlich ein verlässlicher Partner sein.“ Deshalb habe man den Antrag an die Stadt gestellt, zeitgleich zudem den Landkreis um eine Mitfinanzierung gebeten.
Informationsbroschüre
Günter Schnieders, Fachbereichsleiter Jugend, Arbeit und Soziales, verwies darauf, dass ein erster Antrag des Kinderschutzbundes zurückgestellt worden war, um eine Bestandsaufnahme der Beratungsmöglichkeiten in Lingen und den Lingener Schulen zu machen. Daraus entstand eine Broschüre, die im August einmalig in gedruckter Form an die Schulen verteilt und danach digital aktualisiert und den Schulen zur Verfügung gestellt werden soll, wie Stadtjugendpfleger Frank Wesendrup erläuterte. Klar sei nach der Bestandsaufnahme, so Schnieders: „Auch bei den Schulen wird Bedarf gesehen.“
Zustimmung fand der Antrag des Kinderschutzbundes bei allen Fraktionen. Als beachtlich empfand Jens Beeck (FDP), dass eine zusätzliche Stelle über Spenden an den Kinderschutzbund finanziert werden konnte. Zudem hoffte Beeck, dass „in diesem Fall der Bedarf mal zurückgeht“. Keine allzu großen Hoffnungen in sinkende Fallzahlen wollte jedoch Rohoff schüren: „Ich wage es, das zu bezweifeln.“
Druckversion Druckversion 
Suche

Jens Beeck - Unser Abgeordneter in Berlin


FREI-BRIEF

Mitglied werden