FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 07.07.2011:

Mehr Arbeitskräfte aus EU-Staaten in Pflegeberufen - Kreis-Sozialausschuss tagt in Haren

Lingener Tagespost - Kreis Emsland vom 07.07.2011
Bei einem geführten Rundgang durch die vom St.-Vitus-Werk genutzten Räume auf Gut Kellerberg informierten sich die Mitglieder des Sozialausschusses über die Arbeit des Integrationsunternehmens. Foto: Willy Rave
Bei einem geführten Rundgang durch die vom St.-Vitus-Werk genutzten Räume auf Gut Kellerberg informierten sich die Mitglieder des Sozialausschusses über die Arbeit des Integrationsunternehmens. Foto: Willy Rave
rav Haren. Die Auswirkungen der seit Mai geltenden vollen Freizügigkeit für Arbeitnehmer aus den neuen EU-Staaten für den hiesigen Arbeitsmarkt lassen sich gegenwärtig noch nicht abschätzen. Das machte Martin Gerenkamp, Fachbereichsleiter Arbeit beim Landkreis, in der Sitzung des Kreisausschusses für Arbeit, Soziales und Integration deutlich.
Fest stehe allerdings, dass insbesondere in Berufen mit Mangel an Arbeitskräften – wie im Pflegebereich – mit einem Zuwachs an Beschäftigungsverhältnissen zu rechnen sei.
Christoph Lühn, Leiter der Abteilung für Integration, ergänzte, dass mit einem neuen Paragrafen des Aufenthaltsgesetzes jungen geduldeten Ausländern, die in Deutschland geboren wurden oder vor Vollendung des 14. Lebensjahres eingereist seien, die Möglichkeit eines „Aufenthaltstitels“ gegeben werde, „wenn ihre bisherigen Integrationsleistungen die Gewähr dafür bieten, dass sie sich in die hiesigen Lebensverhältnisse einfügen können“. Ulrike Otten, Leiterin der Leitstelle für Integration, berichtete, dass die Angebote der vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge geförderten niederschwelligen Kurse für ausländische Frauen kostenlos fortgeführt werden. Das Feriencamp „Sprache und Sport“ werde in diesem Jahr vom 18. bis zum
27. Juli in Sögel stattfinden. Und am 10. September sei Lathen Austragungsort des ersten interkulturellen Frauensporttages im Emsland.
Die Sitzung des Ausschusses unter Vorsitz von Ursula Mersmann fand in den Räumen des vom Meppener St.-Vitus-Werk auf Gut Kellerberg in Haren-Emmeln geführten Integrationsunternehmens statt. Geschäftsführer Michael Korden erläuterte die Ziele der Einrichtung. „Wir wollen hier an unserem neuen Standort den Schülern der Berufsvorbereitungsstufe in enger Zusammenarbeit mit dem Berufsbildungsbereich unserer Werkstatt für behinderte Menschen (BBB) Einblicke in die Anforderungen des allgemeinen Arbeitsmarktes geben und gleichzeitig ihre Vermittlungschancen in diesem Bereich erhöhen.“ Er wies darauf hin, dass auf Gut Kellerberg auch die Gesellschaft für Dienstleistung und Auftragsfertigung (GDA) als Integrationsunternehmen angesiedelt sei.
Den Jugendlichen werde die Möglichkeit geboten, ihre Praktika sowohl hier als auch nach Möglichkeit in emsländischen Betrieben zu absolvieren. Die gewonnenen Erfahrungen sollen den Schülerinnen und Schülern helfen, ein realistisches Selbstkonzept zu entwickeln. Bevor die Ausschussmitglieder sich der Tagesordnung widmeten, informierten sie sich bei einem Rundgang durch die Werkstätten, den hauswirtschaftlichen Bereich und die Schule über die konkrete Arbeit des Betriebes.
Im Rahmen der Sitzung erläuterte die Sozialdezernentin Henni Krabbe den Sachstand des Modellprojektes „Zukunftsregion Gesundheit“. Aus den in den Arbeitsgruppen entwickelten Ergebnissen mit den Schwerpunkten Verbesserung der medizinischen Versorgung, Altern und Gesundheit sowie Prävention und Gesundheitsförderung habe der Landkreis konkrete Handlungsempfehlungen generiert. Das Gesamtergebnis, so die Dezernentin, werde in einer 40-seitigen Broschüre veröffentlicht.
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