FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 04.07.2011:

Abifestival Lingen - Rekordbesuch von 12 000 Musikfans bei der 30. Auflage

Lingener Tagespost -Lokales vom 04.07.2011
Lingen. Der Ansturm war kaum noch zu bewältigen, als am Freitag und Samstag die 30. Auflage des Lingener Abifestivals gefeiert wurde. Rund 12 000 junge Musikfans tobten sich auf dem Festivalplatz am alten AKW so richtig aus und ließen sich von den 21 Bands köstlich unterhalten.
1350 Bauzäune, 4,5 Kilometer Kabel, 1800 Liter Heizöl für das Stromaggregat und eine rund zehn Meter hohe Bühne waren vonnöten, um die größte Pennälerparty in der Geschichte des Abifestivals auf die Beine zu stellen. Rund 400 ehrenamtliche Helfer, 25 Security-Mitarbeiter sowie Malteser-Hilfsdienst, Feuerwehr und Polizei zeigten beachtlichen Einsatz, damit ein reibungsloser Ablauf gewährt werden konnte.
Schon am Freitagabend hatten Bands wie Kraftklub, Die Biertenöre, Bakkushan, Saalschutz und vor allem der angesagte Rapper Casper die Massen im Griff, ließen die Boxen knallen und die Mühen der vergangenen Wochen vergessen, die vor allem dem Organisationsteam der beiden Lingener Gymnasien in den Knochen steckten. Was die Schüler neben den Abiturprüfungen leisteten, um das Ende auf der Penne auch ordentlich zu feiern, war immens. Der Verein Abi festival seit 1981 gab aus seinem Fundus der Erfahrungen dazu, sodass erneut das Resümee gezogen werden konnte: bestanden.
Davon zeugten zufriedene Gesichter vor und hinter der Bühne, und spätestens am Samstag beim Auftritt von K.I.Z., derbem Hip-Hop aus Berlin, der mit Ironie und Satire eimerweise Reime auf die Fans losließ, war die Spitze erreicht. Tarek Ebéné, Rapper bei K.I.Z., erklärte, dass sich seine Jungs schon lange auf den Gig im Emsland freuen. „Das wird ein richtig gutes Fest, es ist einfach klasse hier“, so sein Tenor, der auf der Ebene von Shootingstar Casper wie ein Honigkuchenpferd grinste. „Der Auftritt hier war der Hammer“, so Casper, der nach der Show allerdings fertig wirkte. Kein Wunder, wenn man augenscheinlich alles gibt, was zur Verfügung steht, um die Feierhungrigen satt zu bekommen.
Angestrengt wirkte auch die Rettungsmannschaft im Zelt des Malteser-Hilfsdienstes, die die auf den Boden der Tatsachen zurückholten, die bei Realität eine Verlustanzeige aufgegeben hatten. In vielen Fällen waren die Kapazitäten erschöpft, und so sollten sich die Veranstalter klarmachen, dass entweder nach einem neuen Festivalplatz Ausschau gehalten werden soll oder bei der Bandauswahl nicht mehr auf Hochglanz poliert werden darf.
Begleitet von fürsorglichen Projekten wie der Schutzengel-Aktion der Polizei sowie „Na toll! – Bist du stärker als Alkohol?“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und aufmerksamen Helfern, gingen die zwei Tage nicht den Bach runter, sondern noch akzeptabel am Emsufer entlang. Ein paar Grad mehr – und somit ein paar Hundert Zuschauer mehr – hätten das Fass zum Überlaufen bringen können.
Gute Musik-Mischung
Ein Segen, dass es nicht so weit kam und sich das Engagement aller Beteiligten gelohnt hat. Nun darf man sich kräftig auf die Schulter klopfen – an der Stelle stört auch nicht der Muskelkater aus den Tanzbeinen.
Das Konzept, eine gute Mischung an Musikstilen anzubieten, ging auf. Da war für jeden etwas dabei, und die gute Stimmung vereinte. Rapper Casper brachte es bei seinem Auftritt auf den Punkt, als er in die Menge hinein die Frage stellte: „Wer von euch hat ein Abi mit einer Eins?“ und aus Tausenden Kehlen die Antwort kam: „Ich!“ Somit war auch die mündliche Prüfung abgehakt – die Reifeprüfung für Festivalgänger wurde somit mit einem „Sehr gut“ ad acta ge legt.
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