FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 01.07.2011:

Kommentar der LT zum Bau der EL-Arena

Kommentar
„Marke“ Lingen gefestigt
Das klare Abstimmungsergebnis im Lingener Stadtrat für den Bau der Emsland-Arena überraschte nicht. Nach dem eindeutigen Votum des Gutachtens aus Stuttgart gegen einen Anbau am bestehenden Baukörper der Emslandhallen waren die Würfel gefallen. Gleichwohl ist die Bedeutung eines über Parteigrenzen hinweg gefassten Beschlusses solcher Tragweite – auch ein Teil der Grünen sprach sich für den Neubau aus – nicht zu unterschätzen. Die Stadt gibt damit ein unüberhörbares Signal an potenzielle Investoren, dass sie ihren Gestaltungswillen in Zeiten der „Dagegen“-Demokratie noch nicht verloren hat.
Natürlich ist die Entscheidung für den Arenaneubau nicht ohne Risiko. Dies ist nicht nur den Dauernörglern im Stadtrat, sondern auch den Befürwortern des Projektes klar. Die Auftragsbücher der Baubranche sind derzeit prall gefüllt, was die Spielräume für günstige Ausschreibungsergebnisse bei der Abwicklung des Projektes einengt. Und dass ein Bauvorhaben in dieser Größenordnung am Abrechnungstag teurer als veranschlagt geworden ist, ist mehr Feststellung als Vermutung.
Aber deshalb darauf verzichten und den Bedenkenträgern folgen hieße, eine einmalige Chance für die Weiterentwicklung der Stadt sausen zu lassen. Die 20 Jahre alten Emslandhallen haben ihre besten Zeiten längst hinter sich. Sie können nur noch bei großflächigen Messeveranstaltungen punkten wie bei der Emslandschau im September. Wer zehn, 15 Jahre weiter schaut, kann sich an der Stelle der alten Hallen etwas anderes vorstellen – ein neues Wohnviertel vielleicht oder einen kleinen Park.
Und gegenüber am Alten Hafen hat die Standortentscheidung für die Arena längst erhebliche Bauaktivitäten ausgelöst. Wohnen am Wasser, ein Hotel, Restaurants – das ist alles keine Zukunftsmusik mehr, sondern in Konturen sichtbar. Die neue Arena ist deshalb mehr als nur ein schicker Rahmen für Konzerte, Sportveranstaltungen und Kongresse. Sie festigt die „Marke“ Lingen im Wettbewerb der Städte.
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