FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 04.06.2011:

Gutachten empfiehlt Neubau der Emslandarena

Lingener Tagespost vom 04.06.2011 - Lokales
bm Lingen. „Ein Neubau der Emslandarena an der Lindenstraße in Lingen schneidet gegenüber einem Anbau an den Emslandhallen deutlich besser ab.“ Zu diesem Ergebnis kam jetzt das Gutachterbüro „WPM Projektmanagement“ aus Stuttgart, das seitens der Politik und Verwaltung beauftragt war, die beiden Vorschläge objektiv und ohne Vorbehalt gegeneinander abzuwägen.
Bevor Vertreter des Büros dazu im Planungs- und Bauausschuss (PBA) der Stadt Lingen vortragen konnten, ergriff Oberbürgermeister Dieter Krone das Wort: „Ich darf als Erstes voranstellen, dass nach den uns jetzt vorliegenden Ergebnissen der im Dezember 2010 gefällte Beschluss zum Neubau einer Arena die richtige Entscheidung war. Aus dem nun vorliegenden Gutachten geht klar hervor, dass die Verwaltung und auch die beratenden Büros in den letzten Monaten hervorragende und professionelle Arbeit geleistet haben.“
An die Adresse von Stadtbaurat Georg Lisiecki gerichtet, betonte Krone weiter: „Dafür auch noch einmal mein persönlicher und herzlicher Dank.“
Daneben machte der Oberbürgermeister aber auch deutlich, dass die Bürger nach wie „aufgefordert“ seien, sich mit Ideen und Vorschlägen einzubringen, um sich so an Entscheidungsprozessen zu beteiligen. Der Vorschlag für einen Anbau an den Emslandhallen war von Bürgerseite überbracht worden.
In seiner Bewertung kommt WPM im Einzelnen zu folgendem Ergebnis:
1. „In allen drei Kategorien „Umfeld“ (allgemeine Standortthemen); „Objekt“ (unterteilt in Finanzperspektive) und „Bestand“ (Konsequenzen für die bestehenden Emslandhallen) kommt WPM zu dem Schluss, dass die Neubauvariante besser abschneidet. Der Bauherr (Stadt Lingen) verfolgt mit dem frei stehenden Neubau eine klare Portfoliostrategie, die sämtliche Entwicklungsoptionen in Zukunft offenhält. Die weiteren Aspekte der Finanzperspektive (Investition, Risiken und Veränderung der Bilanzposition) sprechen deutlich für die Variante Neubau.“
2. „Aus Nutzerperspektive besteht bei der Variante Neubau ein umfassenderes Flächen-/Hallenportfolio, das einen breiten Nutzungsmix auch im Parallelbetrieb ermöglicht. Die Größendimensionierung der Arena und Auslastungschancen/Businessplan waren nicht Bestandteil dieses Variantenvergleichs. Der Vergleich der Prozesse und Funktionalität tendiert deutlich zur Variante Neubau.“
3. „Die Variante Neubau hat den Charme, die bestehenden Emslandhallen unberührt zu lassen und somit während der Realisierungsphase das Konfliktpotenzial zu minimieren. Gleichzeitig entstehen keinerlei Risiken bezüglich einer Ertüchtigung des Bestandes, ausgelöst durch den Neubau. Insgesamt empfehlen wir, die Variante Neubau weiterzuverfolgen.“
Für die CDU erklärte Reinhold Diekamp, dass das vorgestellte Ergebnis eindeutig sei und man sich jetzt aufmachen sollte, das Projekt positiv zu begleiten. „Nicht außer Acht lassen sollten wir aber die Kosten: Die 20 Millionen Euro für den Neubau müssen wir einhalten.“
Seitens der SPD erklärte Hajo Wiedorn, dass die Zweifel an dem Projekt immer größer würden. „Von dem Konzept aus 2008 mit seinen 4800 Sitzplätzen ist nicht mehr viel übrig“, meinte der Sozialdemokrat. Freidemokrat Jens Beeck betonte, dass man nun alles daransetzen müsse, den Neubau der Halle schnellstens voranzubringen. „Nach drei Jahren Planung ist alles andere nicht mehr zu erklären.“
Die weiteren Planungen werden im Rahmen einer Bürgerversammlung am
8. Juni um 19 Uhr im iT-Zentrum in Lingen vorgestellt.

*****

Kommentar der LT

Für die ganze Region
Es gibt kein kommunalpolitisches Thema in Lingen, das in den vergangenen drei Jahren so intensiv diskutiert worden ist wie das Thema Emslandarena. Die Frage, wo und in welcher Form eine multifunktionale Veranstaltungshalle gebaut werden könnte, die modernsten Ansprüchen genügt, füllt mehrere Aktenordner, ist in unzähligen Gremien und Versammlungen diskutiert worden– und nun entschieden. Es bleibt bei einem Neubau an der Lindenstraße gegenüber den alten Emslandhallen.
Somit wird in Lingen 2012 eine Arena errichtet, die die Bezeichnung „Leuchtturmprojekt“ nicht bloß im Munde führt. Voraussetzung ist ein Architekt, der keine Halle baut, sondern eine solche inszeniert. Im Parallelbetrieb bleiben die alten Emslandhallen erhalten. Tagsüber zur Verbrauchermesse und abends zum Konzert ein paar Meter gegenüber: Die Stadt Lingen kann neben dem Hochschulstandort mit einem weiteren Alleinstellungsmerkmal werben. Ein Merkmal aber, das ihr nicht allein gehört, sondern der ganzen Region.
Druckversion Druckversion 
Suche

Jens Beeck - Unser Abgeordneter in Berlin


FREI-BRIEF

Mitglied werden