FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 04.06.2011:

Planung für Alten Hafen geht voran - Erste Entwürfe jetzt vorgestellt

Lingener Tagespost - Lokales
Lingen. Ein gespanntes Aufatmen ging durch die Reihen der Mitglieder des Planungs- und Bauausschusses (PBA) der Stadt Lingen, als Stadtbaurat Georg Lisiecki erste Entwürfe für eine zukünftige Bebauung des Alten Hafens vorstellte. Und in der Tat: Was Lisiecki im PBA präsentierte, ließ den Hoffnungsfunken, dass hier aus städtischer Sicht doch noch etwas passieren könnte, neu aufflammen.

Nach Angaben des Stadtbaurates soll der Alte Hafen einer der Schwerpunkte für die innerstädtische Entwicklung Lingens in den nächsten Jahren werden. Die bislang brachliegende Fläche habe großes Potenzial, den Bedarf an hochwertiger Wohnbebauung, attraktiver touristischer Nutzung und Hotelbebauung abzudecken. Dass dieser Standort attraktiv sei, beweise zurzeit ein privater Investor, der bereits mit dem Bau zweier Häuser begonnen habe.

Um ein Höchstmaß an städtebaulicher Qualität und architektonischer Aussagekraft sicherzustellen, habe die Verwaltung drei Planungsbüros beauftragt, sich dieser Aufgabe anzunehmen.

Keinen Hehl machte der Stadtbaurat daraus, dass die Verwaltung die Arbeit des Büros „Bolles + Wilson (Münster) favorisiere. Eine öffentliche Promenade, ein Hotel mit eigenem Innenhof parallel zur Lindenstraße und einer sich über das Hafenbecken spannenden Architektur seien nur zwei spannende Hingucker.

Aufmerksamkeit erzielten drei Häuser, die in ihrer Darstellung dem alten Speicherhaus ähnelten. Abgerundet werde die Arbeit durch eine zehn Meter breite Hafenpromenade mit einer Gastronomie, die auf Pontons in das Hafenbecken gelegt werde.

Das „Wohnen ohne Rasenmäher“ favorisierte das Büro „tchoban + Voss“ (Hamburg). Auffällig sei bei diesen Planungen, dass man hier die Hafenbeckenlandschaft an beiden Seiten durch Schwimmteiche erweitert habe. Lisiecki: „Die Entwicklung des ,Wohnens ohne Rasenmäher‘ ist in fast allen Städten Deutschlands zu beobachten.“ Er machte dabei aber auch klar, dass es sich bei diesen Planungen nicht um ein Alleinstellungsmerkmal handele.

Um dennoch den hier zukünftig lebenden Menschen eine Privatsphäre zu ermöglichen, sähen die Planungen vor, die Hafenpromenade bis auf Wasserhöhe abzusenken, während die Bauplätze ihr jetziges Niveau behalten würden. Auch in dieser Arbeit runde ein Hotel an der Lindenstraße die Vorgaben der Stadtverwaltung ab.

Kaum Anklang fanden die Planungen des Büros: Fritzen + Müller-Giebeler (Ahlen). Stadtseitig dominiere ein vier- bis fünfgeschossiges „kräftiges“ Gebäude, das als Hotel genutzt werden solle, die gesamte Architektur. Ein lang gezogener und eingeschossiger Pavillon und ein wiederum großes Gebäude sorgten für wenig Begeisterung im Ausschuss. Das Gleiche galt für die Überlegungen auf der anderen Seite des Hafenbeckens, wo die geplanten und langen Wohnhöfe weit in das Hafenbecken hereinragen und damit die Wasserfläche merklich einengen.

Zu einer Diskussion im PBA hinsichtlich der vorgestellten Planungen kam es aber nicht mehr, weil Jens Beeck (FDP) nach fast dreieinhalb Stunden den Antrag stellte, die Sitzung hier abzubrechen und zu vertagen. Dem Antrag wurde einstimmig entsprochen. Zudem beklagten sich einige der Ausschussmitglieder darüber, dass die Tagesordnung mit den Punkten Emslandarena (siehe Seite 19), den Planungen zum Areal Alter Hafen, dem Neubau des Zentralen Omnibusbahnhofes usw. völlig überfrachtet sei. Hier müsse zwingend Abhilfe geschaffen werden.
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