FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 13.05.2011:

Kivelingstraße wieder auf Tagesordnung - Situation noch unbefriedigend

Lingener Tagespost - Lokales

Lingen. Nach wie vor stellt sich die Verkehrsführung im Quartier der Kivelingstraße, der Kirchstraße und der Mühlentorstraße in Lingen als problematisch und unbefriedigend dar. Das wurde am Mittwoch auch im Planungs- und Bauausschuss (PBA) der Stadt deutlich.
Von Burkhard Müller - Auf Nachfrage des fraktionslosen Ratsherrn Robert Koop (Wählervereinigung Bürgernahe), ob das Sperren der Kivelingstraße für den normalen Durchgangsverkehr überhaupt rechtens sei, antwortete der Vorsitzende des Ausschusses, Reinhold Diekamp (CDU), dass eine Beantwortung dieser Frage in erster Linie in den Verkehrsausschuss der Stadt gehöre und nicht in den PBA.
Damit wollte sich aber auch Jens Beeck (FDP) nicht zufriedengeben. Der Freidemokrat beschrieb die Verkehrssituation an diesem Straßenknotenpunkt nicht nur als „gesamtstädtisch unbefriedigend“. Er erklärte auch, dass es durch das Sperren der Kivelingstraße am Ärztehaus Medicus Wesken, Ecke Konrad-Adenauer-Ring/Zum neuen Hafen zu „völlig chaotischen Verkehrsverhältnissen“ komme. Beeck: „Wir wollen, dass dieses Thema noch einmal als ordentlicher Tagesordnungspunkt und nicht per Protokoll im PBA beraten wird und von mir aus auch mit dem Verkehrsausschuss.“
Unterstützung fand Beeck auch in CDU-RastherrDr. Karl-Heinz Vehring, der ebenfalls für eine weitere Beratung in der Sache plädierte. Letztendlich einigte sich der Ausschuss, dieses Thema noch einmal ergebnisoffen zu beraten.
Wer sich vor Ort die Verkehrsführung anschaut, erkennt, dass hier Handlungsbedarf besteht. Auch wenn die Kivelingstraße für den „normalen Durchgangsverkehr“ gesperrt ist, halten sich viele Autofahrer nicht an diese Regelung. Selbst fast mitten auf der Fahrbahn stehende Blumenkübel aus Beton werden aus Richtung der Straße „Zum Neuen Hafen“ elegant umfahren. Nach einem Blick in die „Große Straße“, ob „polizistenfrei“ ist, wird dann flott nach links in die Mühlentorstraße eingebogen. Dabei sind es aber nicht nur Pkw-Fahrer, die sich nicht an die neue Verkehrsregelung halten, sondern auch die Lieferdienste. Während diese aus der Kirchstraße kommend sehr wohl in die Kivelingstraße einbiegen dürfen, um ihre Kundschaft zu beliefern, können das die Lieferverkehre, die aus der Straße Zum Neuen Hafen kommen, nicht. Für diese gibt es keine freie Fahrt in die Kivelingstraße.
„Dafür zahle ich lieber“
Warum? „Das weiß ich auch nicht“, erklärte am Mittwoch der Fahrer eines solchen Lieferdienstes und ergänzte im gleichen Atemzug: „Aber wegen dieser einseitigen Sperrung fahre ich doch nicht zurück zum Konrad-Adenauer-Ring, dann in die Wilhelmstraße, nach rechts in die Klasingstraße und dann in die Kirchstraße, um weiteren Kunden in der Großen Straße und Kivelingstraße ihre Pakete zu bringen. Das mache ich nicht - dafür zahle ich lieber.“

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Kommentar
Verkehrsregelung ist praxisfremd
Von Burkhard Müller - Dass das Modehaus Huesmann durch die Sperrung der Kivelingstraße in die Fußgängerzone der Großen Straße einbezogen werden soll, ist aus Sicht des Unternehmers einzusehen. Zumal es in der Sache wohl auch ein Entgegenkommen der Stadt gab, weil sonst dieses Geschäftshaus als „Anker“ am Kopf der Großen Straße wahrscheinlich nicht gebaut worden wäre.
Was theoretisch machbar schien, hat sich in den vergangenen Tagen aber als praxisfremd erwiesen. Viele Autofahrer und auch Lieferdienste ignorieren diese Verkehrsregelung. Nur ein Beispiel: Fährt man zur Tiefgarage unter dem Marktplatz und findet keine Parkmöglichkeit, muss man über die Kirchstraße und die Mühlentorstraße bis zum Konrad-Adenauer-Ring fahren, nach links abbiegen, um dann über die Straße „Zum Neuen Hafen“ im Bereich der Nebenstelle des Kreishauses einen Platz zu finden - über die Kiveling-straße ginge es schneller.
Wie wäre es denn, wenn man die Mühlentorstraße ab Höhe Kivelingstraße bis zum „Mutter-Teresa-Haus“ für den Durchgangsverkehr sperren, das Modehaus Huesmann mit einem Zebrastreifen an die Große Straße anbinden und dafür die Kivelingstraße für den Durchgangsverkehr wieder öffnen würde? Die Maßnahme kostet nicht viel, die Senioren im „Domizil am Mühlentor“ müssten nicht mehr so viel Lärm ertragen, und auch manchem Autofahrer bliebe es erspart, beim Ignorieren von Verbotsschildern erwischt zu werden.
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