FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 11.04.2011:

Planungen kosteten bisher 600 171 Euro

Lingener Tagespost - Lokales
Von Carsten van Bevern - Lingen. Eines der größten städtischen Infrastrukturprojekte in den nächsten Jahren ist der Bau der Emsland arena - diese soll für 17,45 Millionen Euro gegenüber den Emslandhallen gebaut werden. Durch den städtischen Architekten Rainer Perkuhn werden derzeit aber auch die Vorschläge des ehemaligen städtischen Baustatikers Wilhelm-G. Meyerhoff geprüft, die Arena u. a. aus Kostengründen in die bestehenden Emslandhallen zu integrieren (wir berichteten am Samstag). Zu diesen Vorschlägen äußerten sich Oberbürgermeister Dieter Krone und der Erste Stadtrat Ralf Büring am Freitag in einem Gespräch mit unserer Zeitung:
Bei den von der Stadt gegenüber den Meyerhoff-Vorschlägen prognostizierten Mehrkosten einer in die Emslandhallen integrierten Arena werden auch Kosten für eine Ertüchtigung der Emslandhallen angegeben: Stehen bei den 20 Jahre alten Hallen aber nicht auch bei einem kompletten Neubau einer Arena mittelfristig Renovierungsarbeiten an?
Krone: Die Zusatzkosten, die durch die sogenannte Schnittstellenproblematik bei der Integration in den Bestand der Emslandhallen entstehen, beziehen sich nicht auf ohnehin notwendige Instandhaltungs- oder Modernisierungsmaßnahmen wie Schall- und Wärmeschutz, Dachsanierung oder Modernisierung der Haustechnik. Letztere sind unabhängig vom Neubau einer Arena in jedem Fall durchzuführen. Insgesamt sind nach ersten Einschätzungen rund 750 000 Euro für Dachsanierung, den Austausch der Brandmeldeanlage, Austausch der Beleuchtungskörper in der Veranstaltungshalle und Sanierung des Hallenbodens notwendig.
Auf welche Summe schätzt die Stadt die möglichen Minderkosten beim Umbau im Bestand durch Nutzung der vorhandenen Infrastruktur? Der langjährige Emslandhallenleiter Atze Storm spricht hier von einer möglichen Mitnutzung von 50 Prozent der Räume.
Büring: Durch die von Herrn Meyerhoff vorgeschlagene Mitnutzung von Foyer, Gastronomie, WCs und Garderoben können als reine Investition zunächst 600 000 Euro eingespart werden. Damit wird jedoch noch nicht die Ausstattungsqualität, insbesondere der Gastronomie und der Toiletten in den Umgängen, erreicht, die für einen wirtschaftlichen Betrieb heute als erforderlich angesehen wird. Probleme stellen auch die Lenkung der Zuschauer bei Parallelveranstaltungen sowie notwendigen Reinigungs- und Ab- und Aufbauzeiten beim gemeinsam genutzten Foyer dar.
Welche Probleme könnten bei den Gründungsarbeiten für die neue Arena auftauchen? Stichworte: Sumpfgebiet, Verlegung des Strootbaches, mit Müll verfülltes Hafenbecken oder Ölrückstände?
Krone: Derzeit wird ein Baugrund- und Altlastengutachten erstellt. Die Ergebnisse sind abzuwarten. Konkrete Hinweise auf mögliche Belastungen liegen derzeit jedoch nur für den Bereich der verfüllten Kanaltrasse sowie für die Flächen des ehemaligen Wagenwerks der Bahn vor. Beide Flächen werden durch den Standort der neuen Arena nicht tangiert.
Wie teuer wird die frei stehende Arena sein, und was kosteten die bisherigen Planungen und Gutachten?
Krone: Der Kostenrahmen für die Arena wird nach den derzeitigen Unterlagen auf 17,45 Millionen Euro netto geschätzt - inkl. Baunebenkosten. Die bisherigen Ausgaben für die Bauleitplanungen und externe Berater beliefen sich auf 600 171 Euro.
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