FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 26.03.2011:

Pro und Kontra bei Mensa im Planungs- und Bauausschuss

Lingener Tagespost - Lokales
Lingen. Schon ein wenig abgekühlt zeigten sich die Gemüter der Mitglieder des Planungs- und Bauausschusses, als es jetzt zum wiederholten Male um die Vorstellung des Neubauseiner Mensa auf demCampusgelände in Lingen ging (wir berichteten). War man sich jetzt im Ausschuss über den Standort neben der Unterführung und vor dem Haupteingang der Hochschule einig, so schieden sich bei der Architektur und Außengestaltung der sogenannten „Lunchbox“ nach wie vor die Geister.
Von Burkhard Müller - Nachdem Afra Creutz, Architektin und Geschäftsführerin von Plan.Concept, die Kriterien der Standortfrage noch zur Zufriedenheit der Ausschussmitglieder erläutert hatte, blieb die Zufriedenheit, als es um die Architektur und farbliche Außengestaltung der Mensa ging, schon wieder auf der Strecke.
Nach Angaben der Planerin hatte man unter anderem Holz mit einem „freundlichen Gelbton“ (100 Euro/ m2), Lochblech als „stärker wahrnehmbar“ (250 Euro/m2), Stahlgewebe mit einer „ruhigeren Fläche“ (300 Euro/m2) und Keramik-Stabziegel mit einer „ausgeprägten Senkrechtsbetonung“ (350 Euro/m2) in die engere Auswahl genommen. Geblieben sei, auch unter den vorgegebenen Kostengesichtspunkten von insgesamt 1,8 Millionen Euro, die senkrecht verbauten Holzlamellen in Gelb. „Wir wollten uns mit dieser Architektur bewusst von dem historischen Backstein-Ensemble der Hallen I und II absetzen, und auch der Denkmalschutz hat mit dieser Planung keinerlei Probleme“, erklärte die Architektin. Die Mensa soll 16 x 36 Meter lang und etwa 6,50 Meter hoch werden. Die verkleidete Außenfläche misst rund 700 Quadratmeter.
Für die CDU erklärte Uwe Hilling, dass man auch bei den Christdemokraten die gelbe Holzfassade favorisiere, weil man nicht wolle, dass das Lärchenholz, welches hier verwendet werden soll, verwittere.
Während sich dieser Argumentation auch SPD-Ratsherr Heinz Willigmann anschließen konnte, erklärte SPD-Fraktionschef Hajo Wiedorn, dass er sich nicht mit einer „honigfarbenen“ Mensa anfreunden könne. „Das Holz sollte auf natürliche Art und Weise verwittern“, meinte Wiedorn.
Dass das geplante Gebäude „keine eigene Sprache“ habe, attestierte FDP-Ratsherr Jens Beeck dem Architektenbüro. „Ich bin blank entsetzt. Was Sie uns hier präsentieren, ist eine herbe Enttäuschung“, kritisierte Beeck, nachdem er bereits in der vergangenen Sitzung die Planungen in Bausch und Bogen verrissen hatte.
Eine ähnliche Meinung vertrat auch Birgit Kemmer, Bündnis 90/Die Grünen, die die Planungen als „Flickschusterei mit dem Charme aus den 50er-Jahren“ grundsätzlich abtat.
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