FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 09.11.2010:

Liberales Plädoyer für besseres Hümmlinger Verkehrsnetz

Bessere Verbindung zwischen A 31 und A 1 gefordert – Bundesstraße zwischen Papenburg und Lastrup

Sögel. Die Verkehrsinfrastruktur auf dem Hümmling war vorherrschendes Thema der jüngsten Vorstandssitzung des FDP-Ortsverbandes Aschendorf-Hümmling. Dabei setzten sich die Liberalen vor allen für eine Aufwertung der Landes- und Kreisstraßen zwischen der A 31 und der A 1 ein und forderten zudem eine Ertüchtigung des gerade 90 Jahre alt gewordenen Küstenkanals, der Verbindung zwischen der Hunte und der Ems.

„Die Region hat sich hervorragend entwickelt“, meinte Marion Terhalle, die Vorsitzende. „Aber die Verkehrsinfrastruktur hat damit nicht Schritt gehalten“.

Der Hümmling, zwischen Sater Ems, Hasetal und Thülsfelder Talsperre einst 34 Gemeinden umfassend und mehr als 800 Quadratkilometer groß, wird nur über Landes- und Kreisstraßen erschlossen. Außerhalb des Hümmlings liegen die B 70 im Westen, die B 402 und B 213 im Südwesten bzw. im Süden und die B 72 im Nordosten. Nördlich passiert die B 401 den Hümmling.
Der Landstrich hat mit jetzt über 60.000 Einwohnern die Bevölkerungszahl in den letzten 40 Jahren nahezu verdoppelt. Die Wirtschaftsleistung der Region, einst im vorherrschenden Ackerbau bestimmt vom unfruchtbaren Sandboden, hat inzwischen dank der Veredelung der Agrarwirtschaft, handwerklicher Prosperität und industrieller Ansiedlungen durchschnittliche Werte erreicht.

Nicht nur das Verkehrswegenetz erschließt den Hümmling unvollkommen. Der nächste Bahnhof ist Lathen. Erschlossen wird der Hümmling lediglich durch den 70 Kilometer langen Küstenkanal. Allerdings ist eine Ertüchtigung dringend nötig, Teile der Wasserstraße sind nur Einbahnstrecke; Uferböschungen müssen befestigt werden. Industriell nutzbare Häfen gibt es nur östlich (C-Port in Sedelsberg) und westlich (Dörpen) des Hümmlings.
Im Rahmen des Landesraumordnungsprogramms hatte die FDP bereits ein gemeinsames Mittelzentrum für Sögel/Werlte verlangt. Damals vergeblich. Aber der Landkreis Emsland hat jetzt diese liberale Idee in das Regionale Raumordnungsprogramm übernommen. „Wir freuen uns, dass der Landkreis nach anfänglichem Zögern unsere Idee übernommen hat“, meinte Sögels FDP-Ratsmitglied Hermann Gerdes, zugleich stellvertretender Vorsitzender der Liberalen im Nordkreis.
Das vorhandene Verkehrswegenetz wurde durch die FDP ausführlich skizziert. Der Bau der A 31, der sechsspurige Ausbau der A 1 und auch der anstehende vierstreifige Bau der E 233 zwischen Meppen und Emstek (B 402/B 213/B 72/B 69), die kürzeste Verbindung zwischen Rotterdam/Amstedamm und Hamburg/Bremen, erfordere den Blick auf die Landesstraßen im Hümmling, die zwar über gute Verbindungsqualitäten verfügten, aber den Verkehr nur unzureichend lenkten. So müsste wegen der Probleme der Verkehrsführung zur A 31 – die Erprobungsstelle schließt die Landesstraße oftmals über mehrere Stunden – die Zielführung zur A 1 über Werlte, Lindern nach Lastrup verbessert werden. Lastrup und nicht Löningen, wie vom Baudezernat des Landkreises Cloppenburg favorisiert, müsse auch Ziel der Verkehrsströme aus Richtung Papenburg werden. Modellrechnungen mit ausgebauten Umgehungsstraßen auch für Börger und Lindern führten zu einer favorisierten Strecke über Neulehe, Neubörger, Börger, Werpeloh, Sögel, Werlte und Lindern nach Lastrup. Die weiteren Verbindungen in Richtung A 1 (Quakenbrück) ließen für diese Strecke deutlich bessere Werte zu als für die Straßenanbindung über Löningen. „Die Bundesstraße über den Hümmling muss von Papenburg über Börger, Sögel und Werlte führen“, meinten die Liberalen.
In Lastrup vollziehe sich dann die Anbindung an die E 233, die im übrigen im neuesten Detail für manche Hümmling-Anbindungen jeweils nur die zweitbeste Lösung vorsehe. Für den Verkehr aus Lahre, Sögel, Flechum, Werlte/Holte oder Westrum würden die Anbindungen gar gestrichen, während im Kreis Cloppenburg der Ausbauplan weitere Anbindungen für den Eco-Park, für Cloppenburg und Löningen vorsehe. Lastrup erhalte für 5.000 Einwohner gleich vier höhenungleiche Anbindungen an die neue Strecke, in Haselünne würden dagegen drei Anbindungen gestrichen.
Diese unterschiedlichen Bewertungen müssten aufgehoben werden, forderte die FDP.
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