FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 03.11.2010:

750 000 Euro teurer als geplant - Sanierung der Hallen I/II

LT Lokales vom 03.11.2010

Lingen. Rund 750 000 Euro teurer als erwartet wird die Altlasten- und Außensanierung der Hallen I/II im und am ehemaligen Eisenbahnausbesserungswerk in Lingen. Bevor aber Stadtbaurat Georg Lisiecki über die Hintergründe des Kostenanstiegs referieren konnte, hatten die Mitglieder des Planungs- und Bauausschusses (PBA) die Möglichkeit, sich unter fachkundiger Führung vor Ort selbst ein Bild zu machen.
Von Burkhard Müller - 200 Meter lang, 56 Meter breit und bis zu 15 Meter hoch: Die Maße der Halle, in der später einmal mehrere Hochschulgebäude Platz finden sollen, sind gewaltig.
Lisiecki erläuterte, dass sich die Sanierung der Hallen im Wesentlichen auf die beiden Seitenschiffe konzentriert habe. Bis in eine Tiefe von zwei Metern mussten sämtliche Altfundamente und sonstige unterirdische Einrichtungen wie Leitungskanäle, Montagegruben und verdeckte Gleisstücke entfernt werden (wir berichteten).
Daneben seien ergänzende Untersuchungen auf den Flächen vor den Hallen aufgenommen worden. Insgesamt seien bis dato rund 4000 Quadratmeter der südlichen Freiflächen saniert worden. Beim Herstellen der Außenanlagen werde der Untergrund so vorbereitet, dass alle Belastungen, soweit sie eine Gefährdung für das Grundwasser darstellen (das Grundstück liegt im Wasserschutzgebiet), entfernt sind.
Nach Angaben des Stadtbaurates waren die Umfänge der Sanierung in dieser Größenordnung und dem damit verbundenen finanziellen Mehraufwand nicht vorhersehbar.
„Not amused“ waren die Ausschussmitglieder über die Mitteilung aus der Verwaltung, dass weder „die Technik“ noch die Mensa ihren Platz in der neuen Halle finden werden. Als Grund dafür nannten die Architekten das hohe Grundwasser (die Technik sollte in den Keller kommen) und die damit verbundenen Kosten, die wirtschaftlich nicht mehr dazuzustellen gewesen seien.
Keine Wellblechhütte
Nach Angaben der Planer von „Plan I Concept, Architekten“ aus Osnabrück werden im „Haus-im-Haus-Prinzip“ neun zwei- bis viergeschossige Institutsgebäude unabhängig von der historischen Bausubstanz in der dreischiffigen Halle errichtet. Davon sollen sieben Institutsgebäude entlang der zwei äußeren Hallenschiffe gebaut werden.
Das Technikgebäude mit einer Länge von 55 Metern, einer Höhe von 5,50 Metern (zwei Meter tief eingegraben) und einer Breite von fünf Metern soll an der Stirnseite der Hallen in westlicher Richtung seinen Platz finden.
Einig waren sich die Mitglieder des PBA-Ausschusses darüber, dass das Technikgebäude nicht den baulichen Charakter einer „Wellblechhütte“ haben dürfe, weil es in unmittelbarer Nähe von Baudenkmälern und zudem an einem der stark frequentierten Eingänge der Stadt stünde.
Wie die Fassade aber letztendlich aussehen werde, müsse noch in einer der nächsten Sitzungen geklärt werden.
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