FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 29.10.2010:

Sander: Falsche Politik bei Biogas - Umweltminister zu Gast bei Kraftwerkssymposium in Lingen

LT - Kreis Emsland

Lingen. „Wenn wir irgendwo deutlich sehen können, dass Politik falsche Steuerungsmechanismen eingesetzt hat, dann ist das der Bereich der Biogasanlagen in Niedersachsen.“ Deutliche Worte von Hans-Heinrich Sander, niedersächsischer Minister für Umwelt und Klimaschutz, im Rahmen des Kraftwerkssymposium des TÜV Nord gestern in Lingen.
Von Burkhard Müller - Vor dem Statement von Sander zur Energie- und Klimapolitik in Niedersachsachsen hatte Dr. Guido Rettig, Vorstandsvorsitzender der TÜV-Nord-Gruppe, neben dem Minister und Lingens Oberbürgermeister Dieter Krone rund 100 Teilnehmer aus ganz Deutschland zu dem Symposium begrüßt. Themenschwerpunkte der Tagung waren unter anderem GuD-Kraftwerke sowie die Erdgasförderung und -speicherung.
Rettig machte deutlich, dass die energiepolitische Leitlinie der Bundesregierung auch sehr stark die Investitionsentscheidungen der Unternehmen für die nächsten Jahre beeinflusse. Rettig: „Hier und jetzt werden die Weichen für die nächsten Jahre gestellt.“
Lingens neuer OB Dieter Krone betonte, dass Lingens Wohlstand und Vielfältigkeit in allen Bereichen sehr stark mit dem „Energy Valley“ und den mittelständischen Unternehmen zusammenhänge. Krone: „Wir haben eine gute Symbiose zwischen der Stadt und den hier ansässigen Unternehmen.“
Für einen Energiemix „ohne Wenn und Aber“ sprach sich Minister Sander aus, der zudem erklärte, dass eine Laufzeitverlängerung der Kernkraftwerke auch eine Chance für die regenerative Energie darstelle.
Nicht mit Kritik sparte der Umweltminister in Richtung Biogasanlagen. „Der NawaRo-Bonus (Nachwachsende Rohstoffe) gehört abgeschafft, weil sich auch diese Energieträger dem Markt stellen müssen“, betonte der FDP-Politiker . Zudem warnte der Gast aus Hannover davor, die vielfältige Kulturlandschaft des Emslandes in eine Mais-Monokultur zu verwandeln.
Daneben machte Sander deutlich, dass die Gärsubstrate aus den Biogasanlagen zurück auf die Felder geführt würden, was sich schon in naher Zukunft zu einem Riesenproblem ausweiten könnte. „Hier wird noch immer eine falsche Politik gemacht“, betonte der Umweltminister.
Die TÜV-Nord-Gruppe ist mit über 10 000 Mitarbeitern in mehr als 70 Staaten Europas, Asiens, Amerikas und Afrikas für ihre Kunden aktiv. Das breite Zertifizierungs-, Service- und Prüfprogramm umfasst sowohl spezifische Einzelprüfungen als auch das stark aufgestellte Management komplexer Sicherheitslösungen.
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