FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 20.08.2010:

Jungliberale: Wehrpflicht abschaffen „Schritt zur Berufsarmee machen“

LT / MT - Lokales
Lingen. Die Jungliberalen (JuLis) Ems-Vechte wollen sich mit einer Wehrpflicht von sechs Monaten Dienstzeit nicht zufriedengeben. Sie fordern die schnellstmögliche Aussetzung der Wehrpflicht mit dem Ziel einer vollständigen Abschaffung.
Die Bundeswehr sei zwar bis zu einem gewissen Grad abhängig von der personellen Auffrischung durch die Wehrdienstleistenden, erklärten die Jungliberalen in einer Mitteilung. Dies rechtfertige aber nicht, junge Männer gegen ihren Willen Wehr- oder Zivildienst leisten zu lassen. „Die Bundeswehr ist selbst dafür verantwortlich, ihre Attraktivität als Arbeitgeber zu stärken. Welches Unternehmen hat schon die Möglichkeit, seinen Nachwuchs per Gesetz zu verpflichten“, erklärte Christian Rademaker, Kreisvorsitzender der JuLis Ems-Vechte.
Als große Ungerechtigkeit sehen die JuLis Ems-Vechte auch die Musterungspraxis der Kreiswehrersatzämter, die nicht wenigen Betroffenen willkürlich erscheine. „Wehrgerechtigkeit scheint nicht der Anspruch zu sein, wenn gemustert wird“, meinte Manuel Nehmer, stellvertretender Kreisvorsitzender für Programmatik.
Auch wenn die Haushaltskonsolidierung eine Priorität der Bundesregierung und das Geld hier sicherlich gut angelegt wäre, sollte man nach Meinung der JuLis Ems-Vechte darüber nachdenken, die Mittel, die man einsparen würde, zum Teil in eine Reform der Bundeswehr hin zu einer Berufsarmee zu investieren. „Die Bundeswehr sollte den Schritt zur modernen Berufsarmee machen. Bei den Herausforderungen, die Konflikte wie der in Afghanistan hervorrufen, kommt es in erster Linie auf Qualität und nicht auf Quantität an“, sagte Rademaker.
Da mit der Abschaffung der Wehrpflicht auch dem Zivildienst ein Ende gemacht werde, sollten Stellen für Freiwillige Soziale Jahre (FSJ) und ähnliche Freiwilligendienste ausgebaut und finanziell attraktiver gestaltet werden. Hiervon versprechen sich die JuLis, dass Freiwillige durch ihren Einsatz und ihr Engagement womöglich mehr bewirken als solche Zivildienstleistende, die man zum Dienst nötige und die viel lieber eine Ausbildung oder ein Studium machen wollten.
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