FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 27.04.2010:

Lärm und Schmutz nicht mehr zu ertragen

LT - Lokales
bm Lingen. Als „nicht mehr zu ertragen“ und auch als „nicht mehr hinnehmbar“ bezeichnen die Anwohner von der Alten Haselünner Straße, der Mühlenstiege, des Brockhauser Weges und der Salzstraße den Lärm, den Schmutz und die Vibrationen, hervorgerufen durch den Zugverkehr auf der Strecke Rheine–Norddeich Mole.
Zwölf Mitglieder einer bereits 2006 gegründeten Interessengemeinschaft (IG) dieses Quartiers in der Stadt beklagten jetzt noch einmal im Rahmen einer Sitzung des Planungs- und Bauaussschusses der Stadt Lingen, dass Lärm und Schmutz in den vergangenen Jahren noch zugenommen hätten. Selbst in der Mühlenstiege, eine Parallelstraße der Alten Haselünner Straße, seien die Vibrationen nach der Verfestigung des Gleisbettes noch zu spüren. „Die Vibrationen sind so stark, dass einem die Knie zittern, wenn die Züge hier durchrauschen“, machte eine Anwohnerin „die unerträgliche Situation“ deutlich. Bereits 2006 hatten die Vertreter der DB Netz AG darauf verwiesen, dass die Bahnstrecke ab 2010 auf mögliche Schallschutzmaßnahmen untersucht werden solle, die frühestens zwei bis drei Jahre später umgesetzt werden könnten.
In einem vom 22. März datierten Schreiben bittet die IG die städtische Verwaltung, die Lärmwerte in den Tages- und Nachtstunden zu prüfen und festzustellen, wie Abhilfe geschaffen werden könne. Zudem fordern die Anwohner in dem gleichen Schreiben eine zeitnahe Lösung des Problems. „Zeitnah“ heiße nicht erst in zwei oder drei Jahren, wie es die Interessengemeinschaft weiter in ihrem Schreiben formulierte.
In einer vorab schriftlich gestellten Frage der SPD-Fraktion an die Verwaltung wollten die Sozialdemokraten wissen, wie es um die schon seit Jahren schwelende Sache stehe und welche Fortschritte zu verzeichnen seien.
Dazu erklärte Lingens Stadtbaurat Georg Lisiecki, dass die Errichtung etwaiger Lärmschutzeinrichtungen in erster Linie Bahnsache sei und es ferner für die Stadt „schwierig“ sei, in der Sache einen kompetenten Ansprechpartner bei der DB AG zu finden.
Das allerdings war für Robert Koop, fraktionslos, zu wenig. „Abwarten hilft den Anliegern nicht. Deswegen sollten wir prüfen, ob die Klagen gerechtfertigt sind oder nicht“, forderte Koop. Der Ratsherr stellte deshalb den Antrag, einen unabhängigen Gutachter zu bestellen, um die Situation zu „objektivieren“ und zu fragen, was eine solche Untersuchung koste. „Dann könnten wir im Ausschuss darüber abstimmen, ob wir ein solches Gutachten in Auftrag geben.“
Weiterführend machte Heinz Willigmann, SPD, darauf aufmerksam, dass sich das Thema Lärm und Schmutz durch die Bahn nicht nur für die bereits genannten Straßen stelle, sondern auch teilweise die Anlieger der Rheiner Straße und der Straße Am Galgenesch davon betroffen seien.
„Wir müssen jetzt Druck machen, weil wir wissen, wie die Bahn arbeitet“, betonte auch Hajo Wiedorn, SPD, der zudem die Unterstützung von Jens Beeck, FDP, und Birgit Kemmer, Bündnis 90/Die Grünen, fand.
Als beratendes Mitglied im Ausschuss schlug Klaus Haberland vor, auch die Landtags- und Bundestagsabgeordneten zu bitten, sich für eine schnellen Lärm- und Schmutzschutz einzusetzen.
Für die CDU erklärte Stefan Heskamp, dass ein Gutachten alleine nicht weiterhelfe, weshalb man den Antrag von Koop nicht unterstütze.
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