FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 14.04.2010:

Lingen ist „Energy Valley“-Unternehmen in der Emsstadt investierten im vergangenen Jahrzehnt rund eine Milliarde Euro in ihre Betriebe

Lingener Tagespost
Von Burkhard Müller
Lingen. „Energy Valley“ – diesen Namen hat sich die Stadt Lingen nicht zu Unrecht schützen lassen. Auch wenn er beim ersten Lesen ein wenig hochtrabend daherkommt, so wird er doch immer mehr zum prägenden Merkmal, wenn man in Sachen „Energie“ die vergangenen zehn Jahre Revue passieren lässt.
Weit mehr als eine Milliarde Euro investierten im vergangenen Jahrzehnt Konzerne und Unternehmen in ihre Betriebe in der Emsstadt. Zieht man davon die 500 Millionen Euro für das neue Gas- und Dampfturbinenkraftwerk (GuD) sowie die weiterhin noch zu investierenden 200 Millionen Euro für das Repowering (neue Gasturbinen) des „alten Gaskraftwerkes“ ab, so verbleiben weitere 300 Millionen Euro, die von den kleinen und größeren mittelständischen Unternehmen der Region gestemmt wurden.
Im November 2006 überraschte RWE Power mit der Ankündigung, eine neue GuD-Anlage in Lingen bauen zu wollen. 500 Millionen Euro teuer und 876 Megawatt Nettoleistung stark: Dies sind nur zwei Markierungspunkte, die aber erkennen lassen, dass es sich hier nicht nur um eine der modernsten Anlagen der Welt, sondern auch um eine der größten Einzelinvestitionen in Niedersachsen handelt.
Nur wenig später erklärte der Energiegigant aus Essen, neben dem neuen Gas- und Dampfturbinenkraftwerk auch gleich das 1974/1975 gebaute und damit in die Jahre gekommene Erdgaskraftwerk in Lingen aufrüsten zu wollen. Wo bis heute zwei 420-Megawatt-Erdgasblöcke ihren Dienst verrichten, sollen im ersten Halbjahr 2011 neue Gasturbinen Energie produzieren. Geplant sind dann 936 Megawatt, sodass beide Kraftwerke zusammen mit rund 1800 Megawatt ans Netz gehen.
Doch das ist noch nicht alles, was RWE Power an Energie in Lingen produziert: Weitere 1400 Megawatt oder rund elf Milliarden Kilowattstunden Strom im Jahr leistet das Kernkraftwerk Emsland, das im April 1988 in Betrieb genommen wurde. Unterm Strich heißt das: RWE Power produziert in Lingen rund 3200 Megawatt Energie.
Ausschlaggebend für die weitere positive Entwicklung der Stadt Lingen war zurückblickend die Gründung der Wirtschaftsförderung im Jahr 2001, die maßgeblich vom gerade neu gewählten Oberbürgermeister Heiner Pott vorangetrieben wurde. Mit neuen Ideen und Ansätzen sollte unter anderem der Industriepark Lingen-Süd, in dem auch das Kernkraftwerk Emsland angesiedelt ist, weiterentwickelt werden.
Um diesem hohen Anspruch gerecht zu werden, wurde ein Masterplan entwickelt, der nur ein Jahr später in Kraft trat. Nur aufgrund dieses Masterplans war es letztendlich auch möglich, dass zwischen der Ankündigung, ein neues Gas- und Dampfturbinenkraftwerk bauen zu wollen, und der Grundsteinlegung für die GuD-Anlage am 15. Juni 2007 nur neun Monate lagen.
Aber nicht nur RWE setzt auf die Region. Im Norden der Stadt schreibt trotz der turbulenten Zeiten die BP Raffinerie schwarze Zahlen, genauso schwarz wie das Erdöl, das hier seit Jahrzehnten verarbeitet wird.
Seinen Sitz in Lingen hat, neben insgesamt 3274 Gewerbebetrieben auch die GDF Suez E&P Deutschland GmbH. Nach Angaben des Unternehmens werden jährlich rund 17 Milliarden Kubikmeter Erdgas und 450 000 Tonnen Erdöl produziert – Lingen ist energetisch breit aufgestellt.
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