FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 27.02.2010:

Neues Blockheizkraftwerk soll auch Linus zugutekommen

Standort auf dem Gelände der städtischen Kläranlage – Kosten betragen 500 000 Euro – Ausschuss unterstützt Projekt

lj Lingen. Lingener Tagespost - Lokales
Die Stadtentwässerung Lingen beabsichtigt, bei der städtischen Kläranlage drei alte Blockheizkraftwerke (BHKW) mit insgesamt rund 330 KW elektrischer Leistung gegen ein neues Blockheizkraftwerk mit 400 kW elektrischer Leistung auszutauschen. Das gab Werkleiter Arno Ester in der jüngsten Sitzung des Werksausschusses Stadtentwässerung bekannt.
Nach Angaben von Ester werden seit fast 25 Jahren auf der Kläranlage BHKWs genutzt, um bei der Klärschlammbehandlung anfallendes Faulgas in elektrische Energie und Wärme umzuwandeln. Die so erzeugten Strommengen in Höhe von jährlich 2,2 Millionen kWh entsprechen etwa zwei Drittel des jährlichen Kläranlagenstrombedarfs. Laut Ester, der auch Geschäftsführer der Stadtwerke ist, konnte die mit der Stromerzeugung anfallende Wärmemenge praktisch den gesamten Jahreswärmebedarf der Kläranlage abdecken.
Ester: „Durch ein BHKW der neuesten Generation kann der elektrische Wirkungsgrad deutlich verbessert werden und bei derselben Einsatzmenge von Faulgas die Jahresstromproduktion auf rund 3 Millionen kWh gesteigert werden. Dies entspricht rund 90 Prozent des Jahresstromverbrauchs der Kläranlage.“
Der Werkleiter kündigte an, die überschüssige Wärmemenge an das Linus-Bad sowie gegebenenfalls an Wohneinheiten im geplanten „Emsauenpark“ im Stadtteil Reuschberge verkaufen zu wollen.
Wie Ester weiter mitteilte, werden sich die Gesamtinvestitionskosten von rund 500 000 Euro innerhalb von voraussichtlich drei Jahren amortisieren, da neben der erheblichen Kosteneinsparung auch der Kraft-Wärme-Kopplungs-Bonus für einen Großteil der erzeugten Strommenge zusätzliche Erträge bringen werde. Die Fertigstellung des Kraftwerkes ist im Herbst dieses Jahres vorgesehen.
Im Ausschuss wurde das Projekt einhellig begrüßt. Die entsprechenden Mittel sind im Wirtschaftsplan des Eigenbetriebs Stadtentwässerung enthalten, der vom Ausschuss einstimmig verabschiedet wurde. Für neue Investitionen ist ein Betrag von 2,830 Millionen Euro veranschlagt. Mit 2,205 Millionen Euro ist die Summe für die Tilgung höher als die Kreditaufnahme, für die 2,035 Millionen Euro eingeplant sind.
Dr. Bernhard Bendick (SPD) kritsierte, dass der Wirtschaftsplan erst jetzt und nicht bereits Ende 2009 vorgelegt worden sei. Diese Kritik wurde vom Ausschussvorsitzenden Jens Beeck (FDP), Bernhard Teschke (CDU) und Michael Fuest (Grüne) zurückgewiesen. Nach ihrer Darstellung wurde der Wirtschaftsplan später fertiggestellt, weil zunächst das Verfahren zur Neukalkulation der Abwassergebührensätze aus Gründen der Rechtssicherheit geändert werden musste. Dies geschah laut Verwaltung in Zusammenarbeit mit der Mittelrheinischen Treuhand GmbH. Diese Vorgehensweise sei mit den Fraktionen abgestimmt worden, hieß es
Druckversion Druckversion 
Suche

Jens Beeck - Unser Abgeordneter in Berlin


FREI-BRIEF

Mitglied werden