FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 11.02.2010:

Ein Trauerspiel

Von Burkhard Müller
Nur noch als peinlich ist die wieder neu aufgenommene Suche nach einem geeigneten Standort für eine Feuerbestattungsanlage in Lingen zu bezeichnen.
Acht Standorte zu diesem Thema sind bis zum Herbst vergangenen Jahres ausführlich untersucht worden. Das heißt, dass die Suche nicht von vorn beginnen muss, sondern man sofort ein Bauleitverfahren einleiten könnte – wenn man denn wollte.
Doch die Suche beginnt von vorn. Dies bedeutet, dass der Ortsrat Darme mit seinem Ortsbürgermeister vorneweg über so viel Macht verfügt, dass er sich nicht nur jeder sachlichen Diskussion verschließen, sondern anscheinend auch einfach sagen kann: Bei uns aber nicht. Das Gleiche gilt unter anderem auch für den Ortsrat in Altenlingen. Der Ausbau der Ulanenstraße wird nicht in Angriff genommen, weil man dadurch im Altenlingener Forstweg ein erhöhtes Verkehrsaufkommen befürchtet – befürchtet, aber nicht erwiesen oder bewiesen und schon gar nicht dokumentiert.
Die städtische Politik fürchtet ihre kleinen Fürstentümer, weil hier nicht nur starke Ortsräte agieren, sondern auch die CDU-Mehrheit lebt.
Im Vergleich dazu Da- maschke: Der Ausbau der Ulanenstraße für den Lkw-Verkehr ist längst überfällig, aber hier gibt es keinen Ortsrat, sondern „nur“ einen „Förderkreis Damaschke“, der allerdings kaum über ein politisches Gewicht verfügt.
Die Suche nach einem geeigneten Standort für eine Feuerbestattungsanlage wird offenbar so weit verzögert, bis kein Investor mehr in Lingen sein Geld ausgeben will – aller Unkenrufe zum Trotz, dass eine solche Anlage in Lingen gewünscht ist. Ein Trauerspiel.
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