FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 18.01.2010:

Bücherei bleibt für Kinder kostenfrei

Lingener Tagespost - Lokales
ct Lingen. „Einsparen oder mehr einnehmen“, hieß es für die Lingener Stadt- und Hochschulbibliothek. Das sagte Günter Nagelschmidt auf der Kulturausschusssitzung. Da keine Einsparmöglichkeiten mehr vorhanden waren, entschloss man sich zu einer Gebührenerhöhung von 10 auf 15 Euro pro Jahr für Erwachsene. Bei zwei Gegenstimmen (SPD) sprach sich der Kulturausschuss dafür aus.
„Wichtig war für uns, dass vor allem Kinder, Jugendliche und Studierende von den Gebühren befreit bleiben“, unterstrich Rudolf Kruse, Leiter des Fachbereichs Kultur der Stadt Lingen.
Mit ebenfalls zwei Gegenstimmen sprach sich der Ausschuss für die Erhöhung der Eintrittspreise bei den Theaterabonnements aus. Erwachsene sollen zwei Euro mehr zahlen, Schüler und Studenten einen Euro mehr. Die Vorsitzende Irene Vehring betonte, dass selbst die höheren Preise im Vergleich mit anderen Städten im unteren Bereich lägen.
Die frohe Kunde, dass die Finanzierung für das Weltkindertheaterfest steht, überbrachte Fachbereichsleiter Rudolf Kruse. Obwohl insgesamt 160 000 Euro weniger als 2006 zu Verfügung stünden, könne man ein Fest auf internationalem Niveau anbieten.
Die Aktion „Stolpersteine“ des Künstlers Gunter Demnig zur Erinnerung an jüdische Bürger Lingens soll in diesem Jahr fortgesetzt werden. Darin war sich der Ausschuss einig. Doch statt einfach einen Betrag von 3 000 Euro anzusetzen, sprach man sich dafür aus, den Verein Judentum-Christentum e. V. mit einzubeziehen und zu versuchen, wie bei den bisher verlegten Steinen Spenden zu erhalten. Björn Roth von der CDU schlug zudem vor, Schulen an dem Projekt zu beteiligen.
Kontroverse Diskussionen gab es zum Thema Kulturpreis. Während Irene Vehring vorschlug, den mit 3 000 Euro dotierten Preis angesichts der knappen Finanzen statt 2010 erst 2012 zu vergeben, bestand Edeltraut Graeßner (SPD) auf der Einhaltung des Beschlusses von 2009. Schließlich folgte man dem Vorschlag von Anna Mattern-Bandt (FDP), den Tagesordnungspunkt in den Verwaltungsausschuss zu verschieben. Dort solle man die zahlreichen Preise, die in Lingen vergeben werden (z. B. Kleinkunstpreis, Wühlmaus, Jugendkulturpreis . . .) genauer unter die Lupe nehmen und eine eher gesamtstädtische Konzeption entwickeln. Sie regte an, jährlich wechselnde Preise zu vergeben, beispielsweise einmal für die Umwelt, im nächsten Jahr für die Kultur.
Mit zwei Enthaltungen entschied der Kulturausschuss, das vorgestellte Fachbudget in den Verwaltungshaushalt einzubringen. Demnach sollten Ausgaben gesenkt und Einahmen erhöht werden. Das soll neben den erwähnten Bibliotheks- und Theaterabo-Tarifen u. a. durch eine vermehrte Vermietung des Theaters und durch eine Reduzierung der Zuschüsse für die Mitglieder der Musikschule geschehen. Die Vergabe des Kunstpreises „Lingener Theo“ im Rahmen des Altstadtfestes soll dabei unangetastet bleiben.
Für die Theaterspielzeit 2010/2011 stellte Andreas Löpker vom Kulturamt ein ausgewogenes Programm vor, bei dem für jeden Geschmack etwas dabei ist.
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