FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 18.12.2009:

„Heuchelei in der Argumentation“

Ems-Zeitung - Lokales
Die „Initiative IGS Apfel“, die sich für die Einrichtung einer Integrierten Gesamtschule (IGS) in Aschendorf einsetzt, widerspricht der Einschätzung des emsländischen Kreisschulausschusses zu dem Vorhaben. Zudem sieht sie sich durch „zahlreiche positive Rückmeldungen“ bestätigt und bekräftigt ihre Forderung nach einer Elternbefragung.

Die Kreisverwaltung geht davon aus, dass eine neue IGS vorhandene Schulen gefährden würde (wir berichteten). Dieser Sichtweise schloss sich die CDU-Mehrheit im Ausschuss an. Einstimmig wurde festgelegt, vor einer endgültigen Beschlussfassung die beteiligten Kommunen im nördlichen Emsland nach ihrem Standpunkt zu befragen. Einen FDP-Antrag auf Elternbefragung lehnte der Ausschuss hingegen mehrheitlich ab. „Die CDU hat damit beschlossen, diesen Elternwillen nicht öffentlich zu machen“, kritisiert die Sprecherin der Initiative, Marion Terhalle, in einer Pressemitteilung.
Wie ebenfalls berichtet, lehnen die Räte der Einheitsgemeinde Rhede sowie der Samtgemeinde Dörpen die IGS-Pläne ab. In Rhede wurde angesichts sinkender Schülerzahlen zudem die Idee für einen Modellversuch begrüßt, wonach Haupt- und Realschüler an der dortigen Ludgerusschule in einer Klasse zusammengefasst werden können. Auch die IGS-Initiative begrüßt diesen „integrativen Ansatz“ ausdrücklich, fragt sich allerdings, „warum Schule und Gemeinde in Rhede nicht versuchen, in Kooperation mit Aschendorf beziehungsweise Papenburg eine IGS anzugehen“. Auch das könne den Standort Rhede auf lange Sicht sichern, betont Terhalle. So bleibe indes der „fade Beigeschmack, dass der Modellversuch bei der Landesschulbehörde pädagogisch begründet wird, während er ausschließlich schulpolitisch im Sinne einer Standortsicherung zu sehen ist“. Wenn der Initiative genau dieses Ziel für den Standort Aschendorf vorgeworfen werde, mache das die „Heuchelei in der Argumentation“ deutlich.
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