FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 07.11.2009:

Diskussion über Standort der Emslandarena in Lingen geht Mittwoch in die nächste Runde

LT - Landkreis Emsland
pe Lingen. Ein alter Standort, ein möglicher neuer und zwei Gutachten, die sich in ihren Kernaussagen widersprechen: Das ist die Ausgangslage beim Thema Neubau der Emslandarena in Lingen.
Am kommenden Mittwoch haben die Vertreter der Bürgerinitiative „Arenawahn“ im Planungs- und Bauausschuss der Stadt Gelegenheit, die Ergebnisse ihres Gutachtens vorzustellen. Eingeladen ist außerdem ein Vertreter der von der BI beauftragten Ingenieursgesellschaft Hoffmann Leichter aus Berlin. Die Stadt Lingen schickt die Lingener Ingenieursgesellschaft Zech „ins Rennen“.
Dessen Fachleute waren zu dem Ergebnis gekommen, dass ein Neubau der Emslandarena am alten Standort der Lindenstraße aus lärmtechnischen Gründen nicht in Betracht komme. Daraufhin nahm die Stadtverwaltung ein städtisches Grundstück an der B 214 gegenüber der Hedon-Klinik und der Altenpflegeeinrichtung Kursana-Domizil in den Blick. Ein weiteres Lärmgutachten von Zech stellte fest, dass sich der Bau einer Multifunktionsarena dort realisieren lasse.
Dagegen liefen allerdings Bürger Sturm, insbesondere aus dem benachbarten Wohnpark Gauerbach. Dort gründete sich auch die Bürgerinitiative „Arenawahn“, die nun aus Spendengeldern und Mitgliedsbeiträgen die Finanzierung eines eigenen Gutachtens in die Hand nahm. Das Berliner Büro stellte fest, dass sich der Neubau der Emslandarena durchaus am alten Standort der Lindenstraße realisieren lasse. Wörtlich heißt es darin, „dass am Standort Lindenstraße der für die umgebenden Wohnnutzungen lärmtechnisch verträgliche Betrieb einer Veranstaltungshalle mit 5000 Zuschauern bei 1090 Stellplätzen (minimal 990) auch bei einem Ende der Veranstaltungen zu jeder beliebigen Nachtzeit möglich ist“.
Die BI hat das Gutachten in verschiedenen Veranstaltungen vor Parteienvertretern und in Bürgerversammlungen vorgestellt. Gegenüber unserer Zeitung machte Oberbürgermeister Heiner Pott in einer ersten Bewertung des Gutachtens deutlich, dass er keinen Grund für eine veränderte Entscheidungssituation sehe. Die FDP sieht dies ebenso. SPD und Grüne stellten dagegen fest, dass sie „interessante neue Aspekte“ sehen würden und nun „Bewegung“ in die festgefahrene Lage komme.
Für den Arenaneubau in Lingen sind insgesamt 25 Millionen Euro vorgesehen. Kreis und Land stellen jeweils fünf Millionen Euro zur Verfügung. Eine endgültige Entscheidung ist noch nicht gefallen. Hier dürften auch die künftigen finanziellen Spielräume der Stadt eine Rolle spielen.
Druckversion Druckversion 
Suche

Jens Beeck - Unser Abgeordneter in Berlin


Mitglied werden