FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 17.09.2009:

Kolpinger: Wir wollen’s wissen! Podiumsdiskussion in Emsbüren

LT - Lokales
el Emsbüren. „Wir benötigen eine Reform des Sozialstaates mit mehr Chancengerechtigkeit im Sinne von Teilhabe an Bildung, am Arbeitsleben und am gesellschaftlichen Leben.“
Diese Aspekte wollte Kolping-Landessekretär August Roosmann in den Mittelpunkt einer Podiumsdiskussion zur Bundestagswahl im Forum der Hauptschule Emsbüren in den Vordergrund gestellt sehen. Themen wie Sozialpolitik, Familienpolitik und Arbeitswelt bestimmen ganz wesentlich auch die Veranstaltungen von Kolping im politischen Alltag. „Wir möchten bei der Podiumsdiskussion natürlich auch unsere Positionen und Anliegen an die Politik weitergeben und in die öffentliche Diskussion einbringen“, so Roosmann in seinem einleitenden Statement.
Die Kolpingfamilien hatte zu der Veranstaltung unter dem Motto „Wir wollen’s wissen!“ die Bundestagskandidaten Norbert Brüggemann (FDP), Dr. Hermann Kues (CDU), Dieter Steinecke (SPD), Michael Fuest (Bündnis 90/Die Grünen) und Jörg-Friedrich Küster (Die Linken) eingeladen. 140 Interessierte verfolgten die lebhafte und faire Diskussion.
„Unser Ziel ist es, mit den demokratischen Kräften ins Gespräch zu kommen und den Zuhörern Mut machen, die Zukunft auch selber aktiv mit zu gestalten“, betonte Matthias Franke, Vorsitzender des Kolping-Gebietsverbandes Emsland/Grafschaft Bentheim.
Moderiert wurde die Diskussion von Diözesansekretär Markus Silies und von Christian Olthaus vom Diözesanvorstand. Durch geschickte Fragen sorgten sie für einen lebhaften Gedankenaustausch, der sich nach Meinung vieler Zuhörer wesentlich vom Fernsehduell der beiden Spitzenkandidaten vom Vorabend unterschied.
„Wir wollen den Familien nicht vorschreiben, wie sie leben sollen, sondern ihnen die Möglichkeit bieten, so zu leben, wie sie es möchten“, unterstrich der parlamentarische Staatssekretär Hermann Kues zum Thema Familienpolitik.
Die politischen Rahmenbedingungen müssen nach Auffassung von Dieter Steinecke so geändert werden, dass Vollbeschäftigung möglich wird. „Ich halte das von meiner Partei angestrebte Ziel für realistisch.“
In seinem Statement zum Themenkomplex „Arbeitswelt“ stellte Michael Fuest den Gesellschaftsvertrag seiner Partei vor. Demnach sollen über eine Million neue Arbeitsplätze im Bereich der ökologischen Modernisierung geschaffen werden.
Auf die Frage, was denn die Linken mit der Aussage „Reichtum für alle“ meinen, hatte Jörg-Friedrich eine Erklärung parat, die viele Kolpinger verwunderte: „Man soll nicht nur den materiellen Reichtum sehen, sondern beispielsweise auch christliche Werte.“
Norbert Brüggemann sprach sich für eine Abschaffung der Bundesagentur für Arbeit aus, die ineffektiv mit einem viel zu hohen Verwaltungsaufwand arbeite.
Auf Nachfrage lehnte Hermann Kues einen solchen Schritt kategorisch ab und ergänzte vielsagend: „Sollte es zu einer Koalition CDU/CSU und FDP kommen, stellt die CDU mit Sicherheit den Koch; zudem sind noch einige Kellner erforderlich.“
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