FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 17.09.2009:

Umweltbundesamt: Industriestaaten viel zu verschwenderisch

NOZ - Politik
ten Berlin. Der neue Chef des Umweltbundesamtes Jochen Flasbarth hat scharf kritisiert, dass die Industriestaaten noch immer viel zu verschwenderisch mit Rohstoffen umgehen. Allein für die Produktion einer CD würden 1,6 Kilo Rohstoffe verbraucht. Bei einigen Metallen wie Platin oder Neodym zeichneten sich bereits Knappheiten ab.
„Wir werden in absehbarer Zeit Preise haben, die diese Entwicklung widerspiegeln“, sagte Flasbarth gestern in Berlin. Es liege auf der Hand, dass sich Länder wie China ihre Bodenschätze teuer bezahlen ließen. Flasbarth rief Wirtschaft und Politik zu „intelligenten“ Gegenmaßnahmen auf.
Dazu zählte er Recycling-Aktionen für Handys. Denn in Mobiltelefonen steckten Teile aus Tantal, einem unter anderem im Kongo geförderten Metall. Dessen Abbau sei mit dem Handy-Boom enorm gestiegen, was die Umwelt stark belaste. Die Wiedergewinnung dieses Stoffes sei ein wichtiger Beitrag zur Ressourcenschonung, sagte Flasbarth. Er verwies auf Schätzungen, wonach die weltweite Rohstoffentnahme 2020 auf 80 Milliarden Tonnen pro Jahr steigt (2005: 53 Milliarden Tonnen).
Flasbarth forderte ferner dazu auf, den Verbrauch von Flächen radikal zu senken. Es sei dringend erforderlich, mehr auf die Sanierung vorhandener Bestände zu setzen, statt hochwertige Flächen als Bau- oder Gewerbegebiete auszuweisen. Nach Angaben des Umweltbundesamtes werden in Deutschland täglich rund 100 Hektar neu für Siedlungs- oder Verkehrszwecke in Anspruch genommen. Von dem Ziel, den Flächenverbrauch auf 30 Hektar zu reduzieren, sei das Land noch weit entfernt.
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