FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 29.08.2009:

„Erhalten, was noch übrig ist“

Abholzung im Altenlingener Forst: Bürgerverein Heukamps Tannen lud zu Infoabend ein

pe Lingen. LT - Lokales

Rede und Antwort standen die Lingener Ratsparteien am Donnerstagabend im Bürgerhaus in Heukamps Tannen. Foto: Thomas Pertz
Rede und Antwort standen die Lingener Ratsparteien am Donnerstagabend im Bürgerhaus in Heukamps Tannen. Foto: Thomas Pertz
Die Betroffenheit von Bürgern in Altenlingen und Heukamps Tannen über die Abholzungsmaßnahmen im Februar/März im Altenlingener Forst ist weiterhin groß. Dies wurde in einer Versammlung deutlich, zu welcher der Bürgerverein am Donnerstagabend im Bürgerhaus Vertreter der Lingener Ratsparteien eingeladen hatte.
Trotz des kontroversen Themas verlief die Debatte, moderiert von Pastor Gernot Wilke von der Johanneskirchengemeinde, überaus sachlich. In der Sache selbst war allerdings nichts Neues zu erfahren.
Swenna Vennegerts (CDU), Hajo Wiedorn (SPD), Jens Beeck (FDP), Heiner Rehnen (Bündnis 90/Die Grünen), Robert Koop (SPD) und Sabine Stüting von der neuen Wählervereinigung (Die Bürgernahen) nahmen Stellung zu den strittigen Bebauungsplänen 19 und 20. Diese sehen die nach BP-Angaben aus Sicherheitsgründen notwendige Verlegung der Raffineriestraße und die Erweiterung des Logistikzentrums zwecks Ansiedlung weiterer Betriebe vor.
Die neue CDU-Fraktionsvorsitzende Swenna Vennegerts verteidigte diese Entscheidung, auch wenn wegen der gegenwärtigen Konjunkturkrise offen sei, wann die Straße gebaut und erste Betriebe angesiedelt würden. „Die Abholzung war falsch. Es war nicht notwendig, auf Vorrat die Bäume zu fällen“, meinte dagegen SPD-Fraktionsvorsitzender Hajo Wiedorn. Was eine mögliche Verlagerung der Kunststoffproduktion von Hagedorn ins erweiterte Logistikzentrum anbelange, sagte Wiedorn, dass ein solcher Produktionsbetrieb dort nicht hin- und besser in den Industriepark Süd passe. „Wobei das viele Darmer auch nicht haben wollen, wie ich gehört habe.“
FDP-Fraktionsvorsitzender Jens Beeck äußerte die Erwartung, dass sich in den nächsten 18 bis 24 Monaten zwei Unternehmen im erweiterten Logistikzentrum ansiedeln werden. Da die Entscheidung von Neuansiedlungen immer auch Naturschutzbelange berührten, habe sich niemand im Rat die Entscheidung leicht gemacht. „Ich könnte es mir einfach machen und Ihnen nach dem Mund reden; das tue ich aber nicht“, meinte Beeck.
„Wenn man den Altenlingener Forst anknabbert, ist das der Anfang vom Ende des gesamten Waldes“, befürchtete Heiner Rehnen von den Grünen. Der Erhalt der Arbeitsplätze in der Raffinerie sei ohne Frage wichtig, meinte der fraktionslose SPD-Ratsherr Robert Koop. Dennoch habe er den Eindruck, dass die Stadt in Verhandlungen mit der Raffinerie eine „fast schon servile“ (Anm. der Red.: unterwürfige) Haltung einnehme. Dies wies Swenna Vennegerts zurück. Sabine Stüting (Bürgernahe) fragte, „ob die Politik nicht auch mal über ihren Schatten springen und eine Entscheidung zurücknehmen kann“. Es gelte jetzt zu erhalten, was an Waldfläche noch übrig sei.
In den Fragen der Bürger an die Ratspolitiker klang deutlich die Sorge durch, dass die Lebensqualität im Wohnumfeld künftig sinken und mit den Ressourcen der Natur seitens der
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