FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 19.08.2009:

Die Kleinen profitieren – Die Großen stagnieren

LT, MT, EZ: Sonderseite BTW 2009 am 19.08.2009:
Mitreden und mitentscheiden in der Politik hat für viele Bürger in Emsland einen besonderen Reiz
Von Manfred Fickers
Meppen. Von Politikverdrossenheit kann eigentlich keine Rede sein, wenn es um die Zahl der Bürger im Emsland geht, die in Parteien aktiv sind. Aber es gibt eine Gewichtsverschiebung weg von den großen Parteien CDU und SPD zu den kleineren Parteien FDP, Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke.
Für die Parteimitglieder kompliziert wird es durch die Wahlkreiseinteilung, die den Norden und Nordwesten des Emslandes dem Bezirk Unterems zugeordnet hat und den Südosten und Süden dem Wahlkreis Mittelems. So müssen alle Parteigliederungen im Landkreis Emsland in zwei Bundestagswahlkreisen für ihre Kandidaten aktiv werden. Strukturell haben es sich die Linken, die SPD und die FDP einfach gemacht, hier gibt es Kreisverbände auf Emslandebene, bei den Linken in Verbindung mit der Grafschaft Bentheim. Die Grünen haben einen Kreisverband Emsland-Nord und einen Kreisverband Emsland Süd, während die CDU in die Kreisverbände Aschendorf-Hümmling, Meppen und Lingen gegliedert ist.
Die CDU ist die mitgliederstärkste Partei im Emsland. Sie kann im Wahlkreis Unterems, zu dem der Kreis Leer, der Altkreis Aschendorf-Hümmling, die Stadt Haren und die Gemeinde Twist zählen, auf die Unterstützung durch 3518 Mitglieder zählen. 2005 waren es noch 3809 Mitglieder. Der Kreisgeschäftsführer Aschendorf Hümmling, Wilhelm Grote, weist auf die aktiven Kreisverbände der Jungen Union hin, die Jugendliche und junge Erwachsene an politische Themen heranführen und für aktive politische Arbeit gewinnen. Und dann sind da noch die Kreisverbände der Senioren-Union. „Diese Untergliederungen haben besonders im emsländischen Teil des Wahlkreises in den letzten Jahren enorme Mitgliederzuwächse verzeichnet.“ Die Mitglieder diskutierten nicht nur Seniorenpolitik, auch aktuelle Tagespolitik sei regelmäßig Thema. Die Struktur der CDU mit ihren zahlreichen Verbänden vor Ort biete Interessierten die Chance, sich über die vielen Funktions- und Mandatsträger der CDU aktiv in die große und kleine Politik einzumischen.
Der Koalitionspartner in der Bundesregierung, die SPD, hat in den beiden Wahlkreisen der Region eine ähnliche Entwicklung wie die CDU zu verzeichnen. Im Wahlkreis Unterems, mit dem traditionell starken Kreisverband Leer, ging von 2005 bis 2009 die Mitgliederzahl von 2722 auf 2370 zurück. Im Kreis Emsland war im selben Zeitraum ein Rückgang von 1138 auf 983 Mitglieder zu verzeichnen. Es gibt eine weitere Parallele in der Entwicklung der beiden großen Parteien. In der Kreisstadt Meppen beispielsweise florieren die Arbeitsgemeinschaft 60plus und ebenso die Jusos. Junge Leute und aktive Rentner sind anscheinend besonders gern bereit, sich aktiv für politische Ziele einzusetzen.
Die beiden Kreisverbände der Grünen kommen zusammen auf 80 Mitglieder. Hier hat man in den vergangenen fünf Jahren einen leichten Mitgliederzuwachs gehabt. Die Kreisvorsitzende Emsland-Süd, Birgit Kemmer, weist auf die in Lingen sehr aktiven „Jungen Grünen“ hin, unter ihnen viele Studenten, die aber nach Abschluss ihres Studiums die Stadt wieder verlassen. „Das ist auch das Problem der ‚Jungen Grünen, engagierte junge Menschen verlassen sehr oft das Emsland.“ Ebenso wie die Vertreter der anderen Parteien hat sie die Erfahrung gemacht, dass es aktuelle, kontrovers diskutierte Themen sind, die das Interesse an aktiver politischer Arbeit wecken.
Der Kreisverband Emsland-Grafschaft Bentheim der Partei Die Linke ist 2006 gegründet worden. Sie hat, wie der Kreisvorsitzende Jörg-Friedrich Küster sagt, ihre Schwerpunkte im Emsland im Bereich Papenburg mit 50 Mitgliedern und ebenso vielen im Raum Lingen/Grafschaft Bentheim. Da es sich um einen Zusammenschluss von Mitgliedern der Linkspartei und der WASG handelt, ist zumindest die Kerntruppe bereits seit Längerem politisch aktiv.
Über wachsende Mitgliederzahlen freut sich auch der FDP-Kreisvorsitzende im Emsland, Jens Beeck: „Uns geht’s gut.“ Er führt dies auf die an Ems und Vechte seit der Wiedergründung 2008 besonders aktiven Jungen Liberalen zurück und auf wachsendes Interesse an FDP-Politik außerhalb der traditionellen Hochburgen Lingen und Papenburg. So ist man beispielsweise jetzt in Haren im Stadtrat vertreten.
In einem waren sich die Vertreter aller Parteien bei unserer Umfrage einig. Sie sehen im Wahlkampf die Chance, weitere Menschen für die aktive Mitwirkung an politischen Entscheidungen zu gewinnen. Und zwar aus allen Altersgruppen. Denn man brauche die kritischen Fragen und neuen Ideen junger Leute, die Alltagserfahrung von Menschen, die mitten im Berufs- und Familienleben stehen ebenso wie die Vorschläge älterer Menschen, wie unsere Gesellschaft mit dem steigenden Anteil von Bürgern im Rentenalter umgehen soll.

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Anmerkung der FDP:
1. Kreisvorsitzender der FDP Emsland ist Clemens-Paul Schulte aus Meppen. Jens Beeck ist Vorsitzender der FDP Lingen / Emsland-Süd.
2. Die FDP ist nicht im Rat der Stadt Haren (Ems) vertreten, sondern erfreut sich dort an aktiven Mitgliedern.
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