FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 24.06.2009:

Platanen am Andreasplatz werden gefällt

LT - Lokales
Planungs- und Bauausschuss: Barrierefreiheit genießt Priorität – Neuer ASV-Sportplatz?
bm Lingen. Die fünf Platanen auf dem Andreasplatz in Lingen werden im Zuge der Umgestaltung der Lookenstraße gefällt. Außerdem wird das Gebäude in der Lookenstraße 16 abgerissen. In der Schlachterstraße entstehen zwei neue Gastronomiebetriebe, und das Sportgelände des ASV Altenlingen soll erweitert werden.
Das waren zusammengefasst einige der Tagesordnungspunkte, die im Rahmen der Sitzung des Planungs- und Bauausschusses der Stadt Lingen diskutiert wurden.
Wohl weniger wegen der veranschlagten zusätzlichen Kosten in Höhe von rund 65 000 Euro als mehr wegen der Belange der Fußgänger und der Kaufmannschaft rund um den Andreasplatz sollen die fünf Platanen fallen (wir berichteten). Für die CDU erklärte Björn Roth, dass man sich nur „schweren Herzens“ von den Bäumen trenne – aber die uneingeschränkte Barrierefreiheit Vorzug genieße. Im Rahmen der Neugestaltung müsse allerdings sichergestellt werden, dass neue, hochstämmige Bäume hier gepflanzt würden.
Das sah Sozialdemokrat Hajo Wiedorn allerdings anders. Er sprach sich, wie auch Birgit Kemmer, Grüne, für den Erhalt der Bäume aus.
Einen Mittelweg in dieser Sache favorisierte JensBeeck, FDP. „Ganz oder gar nicht“ sei einfach zu simpel. Beeck sprach sich dafür aus, zwei der fünf Bäume stehen zu lassen. Letztendlich sprach sich der Ausschuss bei sechs Ja-Stimmen und vier Nein-Stimmen für das Fällen der Platanen aus.
Einhellig begrüßt wurde durch den Ausschuss das finanzielle Engagement zweier Investoren in der Schlachterstraße. Das ehemalige „Hexenhaus“ und die einige Häuser weiter stehende einstige Kneipe wurden bereits abgerissen. Auf den Grundstücken sollen Gastronomiebetriebe und Wohnungen gebaut werden.
Nicht zufrieden zeigten sich die Ausschussmitglieder mit der „Rückenansicht“ des Gastronomiebetriebes „Hexenhaus“, die bis an die Elisabethstraße heranreiche. Die hier durch den Bauherrn geplanten Garagen trügen nicht zum Gesamtbild der fast zur „Garagenstraße“ degradierten Straße bei. Ratsherr Robert Koop sprach sich dafür aus, noch einmal mit dem Investor zu sprechen, um den Bebauungsplan zu überarbeiten, weil es „ja auch nicht zum Nachteil des Bauherrn ist“.
Übereinstimmend beauftragte der Ausschuss die Verwaltung, noch einmal mit dem Investor Kontakt aufzunehmen, um dem „Hinterhofcharakter“ dieser Straße keinen weiteren Vorschub zu leisten und einen einvernehmlichen Kompromiss zu erarbeiten.
Uneins war man sich im Ausschuss wieder, als die Sportstättenkonzeption im Ortsteil Altenlingen diskutiert wurde. Nach Angaben der Verwaltung besteht seitens des ASV Altenlingen die Notwendigkeit, die an der Straße Wallkamp bestehende Sportanlage um einen zusätzlichen Fußballplatz zu erweitern, der als neues Hauptspielfeld vorgesehen ist. Zusammen mit dem neuen Platz sollten zudem die für den Spiel- und Trainingsbetrieb erforderlichen Räumlichkeiten (Umkleiden usw.) sowie ein Parkplatz berücksichtigt werden.
Während Reinhold Diekamp und Uwe Hilling (beide CDU) dem Vorschlag der Verwaltung folgen konnten, überlegte Koop laut, die ganzen Sportstätten an das linksseitige Ufer des Dortmund-Ems-Kanals zu verlegen. „Der Bedarf ist klar, aber jede Erweiterung in diesem Bereich geht in die falsche Richtung“, betonte Koop.
Ob dieser Eingriff in den Wald wirklich sein müsse, fragte auch Beeck. „Auch ich sehe den Bedarf, würde aber einen neuen Platz in unmittelbarer Nähe zur Schule favorisieren“, meinte der Ratsherr. Nicht nur der Eingriff in den Wald, sondern auch der dann anstehende Verkehrsfluss entlang der Straße Wallkamp sei nicht hinnehmbar.
Als „unverhältnismäßig hoch“ kritisierte auch Hajo Wiedorn den geplanten Eingriff in den Wald. „Der Parkplatz ist an der falschen Stelle geplant“, erklärte der Sozialdemokrat. Auf Antrag der SPD wurde der Punkt zur weiteren Beratung vertagt.
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