FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 13.06.2009:

35 Dezibel bei geöffnetem Fenster

LT Lokales
Lärmgutachten erklärt, dass der Bau einer Emslandarena an der B 214 möglich ist
bm Laxten. Allesim „grünen Bereich“, im übertragenen wie im wörtlichen Sinne: So lautet das Ergebnis eines Lärmgutachtens der Ingenieurgesellschaft Zech im Zusammenhang mit dem geplanten Bau einer Arena gegenüber der Hedon-Klinik.
Das Lärmgutachten wurde am Donnerstagabend dem Ortsrat Laxten im Rahmen einer für den Bau der Halle notwendigen Flächennutzungsplanänderung (vom Gewerbegebiet in ein Sondergebiet) vorgestellt. Neben dem Ortsrat waren auch etwa 20 Zuhörer zugegen, die sich während der Einwohnerfragestunde das Gutachten und weitere Planungen erläutern ließen.
Nach der Begrüßung durch Ortsbürgermeister Gerd Hoffschroer war zunächst Peter Krämer, Leiter des Planungsamtes der Stadt Lingen, aufgerufen, den derzeitigen Stand der Planungen zu erläutern. Seinen Angaben zufolge soll die geplante Multifunktionshalle überwiegend gewerblich und weniger sportlich genutzt werden. Zurzeit arbeite man daran, die Halle verkehrlich zu erschließen und den Lärmschutz weiter zu optimieren. Nach der Sommerpause werde es neben den öffentlich tagenden Fachausschüssen zunächst eine Bürgerversammlung geben, während derer die Ergebnisse der auf Hochtouren laufenden Planungen vorgestellt würden.
Seitens der Ingenieurgesellschaft Zech machte Sabine Lehmköster deutlich, dass sowohl die Wohnbebauung des Gauerbachs als auch die Hedon-Klinik und des Kursana Domizils unter lärmtechnischer Berücksichtigung kaum tangiert würden. Beispielhaft nannte Frau Lehmköster unter anderem, dass für die Hedon-Klinik in der lautesten Nachtstunde bei abfahrendem Verkehr und ungünstigem Wind (Nord-West) lediglich 35 Dezibel errechnet worden seien, und das bei geöffnetem Fenster (Zum Vergleich: 30 Dezibel erreicht die Stimme beim Flüstern, 60 Dezibel eine Nähmaschine und 120 Dezibel ein Flugzeug in geringer Entfernung).
Sollten über das erste Konzept hinaus der Lärmschutzwall im Norden verlängert oder auch die geplante Parkpalette weiter als bisher geplant eingehaust werden, ließe das eine zusätzliche Optimierung des Schallschutzes erwarten.
Zugrunde liege dem Lärmgutachten neben den Immissionen aus der Halle auch die 1 125 Pkw-Stellplätze im Freien und die 375 Stellplätze in der Parkpalette auf drei Ebenen. „Das Ergebnis unserer Arbeit zeigt, dass an dieser Stelle eine Veranstaltungshalle gebaut werden kann – und zwar unter Einhaltung aller gesetzlich vorgeschriebenen Richtlinien in Sachen Lärmschutz“, betonte die Ingenieurin.
Aus den Reihen der Zuhörer wurde angeregt, ein zweites Lärmgutachten in Auftrag zu geben (zur Sicherheit), auch wenn man keinen Zweifel daran habe, dass das Gutachten des Büros Zech richtig errechnet worden sei. Daneben solle die Verwaltung prüfen, ob der Lärmschutz weiter ausgebaut werden könne.
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