FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 08.06.2009:

Verluste für CDU - Gewinne für FDP

LT, MT, EZ - Kreis Emsland
So wählte das Emsland
So wählte das Emsland
Von Manfred Fickers Meppen. Ein langer schwarzer Balken in der Säulengrafik mit der Gewinn- und Verlustrechnung auf der großen Leinwand im Kreistagssitzungssaal zeigte es an – die CDU hat im Emsland 8,79 Prozent der Stimmen im Vergleich zur Europawahl 2004 verloren.
Die FDP konnte ihr Ergebnis um 4,45 Prozent steigern, während die SPD um 0,73 und die Grünen um 0,9 Prozent zulegten. „Keine große Überraschung“, nannte der Vorsitzende der Emsland-CDU, der Landtagsabgeordnete Bernd-Carsten Hiebing, den Wahlausgang. Das Ergebnis wertete er als Ansporn für die emsländischen Christdemokraten, sich im Bundestagswahlkampf besonders anzustrengen. Froh war er darüber, dass die Wähler in Orten, wo derzeit die politischen Wogen hoch schlagen, wie in Papenburg, Lingen und insbesondere Dörpen, besonnen reagiert hatten.
Der Vorsitzende der CDU im Altkreis Aschendorf-Hümmling, Niedersachsens Justizminister Bernd Busemann (Dörpen), bedankte sich für die Besonnenheit der Wähler in seiner Heimatgemeinde. „Rund um das Thema Kohlekraftwerk ist von der Bürgerinitiative und den Wählergemeinschaften viel Stimmung gemacht worden. In der Samtgemeinde und in der Gemeinde Dörpen jeweils über 60 Prozent Zustimmung bekommen zu haben – das spricht eine klare Sprache.“
Der Sprecher der Bürgerinitiative Saubere Energie Dörpen, Jan Deters-Meissner, bewertete das Ergebnis gestern Abend auf Anfrage hingegen als „eine Bestätigung unseres Protestes“. Wenn die CDU in Dörpen 18 Prozent verliere, dann sei das ein deutliches Zeichen. „Man muss auch die geringe Wahlbeteiligung sehen. Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden, und wir werden weitermachen“, so der Wippinger.
Die Freien Wähler, die erstmals antraten, kamen emslandweit auf 0,84 der Stimmen, aber in Dörpen, wo sie sich besonders gegen die Kraftwerkspläne engagierten, auf 5,3 Prozent. Die Grünen konnten ihren Stimmenanteil in Dörpen von 2,56 auf 6,35 Prozent steigern, aber auch die FDP legte kräftig zu, von 3,25 auf 7,69 Prozent. Die Linke kam auf 2,19 Prozent. Vom Streit um den Kraftwerksbau konnte die SPD etwas profitieren, ihr Ergebnis verbesserte sich von 10,52 Prozent auf 13,31 Prozent. Dagegen steht der Stimmenverlust der CDU von 79,35 Prozent auf 61,10 Prozent. Die Wahlbeteiligung in Dörpen lag 2004 bei 48,92 Prozent und gestern bei 47,66 Prozent.
Kreisweit kam die Linke auf 2,34 Prozent. Ansonsten verteilten sich 4,84 Prozent der Stimmen auf die vielen kleinen Parteien und Wahllisten. Die Wahlbeteiligung im Emsland ging von 44,63 Prozent 2004 auf aktuell 41,79 Prozent zurück.
Zügig ging gestern die Auszählung voran. Um 18.07 Uhr meldete aus Geeste-Bramhar das erste von 340 Wahllokalen sein Ergebnis, 18.09 Uhr folgte Hilter, 18.11 Uhr Oberlangen-Moor. Als erste Gemeinde konnte Twist um 18.43 Uhr das komplette Ergebnis vorlegen. Hier war trotz der Lage an der deutsch-niederländischen Grenze das Interesse an der Wahl gering, die Beteiligung ging von 63,85 Prozent auf 34,48 Prozent zurück. Um 19.38 Uhr nahmen Fachbereichsleiter Georg Schomaker, sein Mitarbeiter Andreas Büter und Wahlsachbearbeiter Hans Hannen die letzten Zahlen aus Lingen entgegen, sodass wenige Minuten später Wahlleiter Landrat Hermann Bröring das vorläufige Ergebnis verkünden konnte.
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