FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 08.06.2009:

CDU verliert, SPD stagniert, FDP gewinnt

LT vom 08.06.2009
Rolfes: Gute Ausgangslage für Bundestagswahl – Wiedorn: Nichts Großes erwartet – Freude bei Beeck
pe Lingen. In fünf Wochen sind Megan und Anna Heilker zu dritt. „Natürlich haben wir bei der Europawahl mitgewählt“, erzählte der angehende Vater gestern Abend, eine Stunde nach Schließung der Wahllokale, auf dem Lingener Marktplatz. Und was ihn politisch besonders interessiert habe? „Die Familienpolitik natürlich“, schmunzelte er mit einem Seitenblick auf seine hochschwangere Frau.
Auch wenn die Beteiligung am Urnengang deutschlandweit enttäuschend gewesen ist, traf unsere Zeitung bei einer kleinen Umfrage ausschließlich auf Leute, die auch ihre Stimme abgegeben hatten. Nach Angaben von Michael Rieken aus Osterbrock ging es um nicht mehr und nicht weniger „als um die Zukunft der Erde“. Die klimatischen Herausforderungen machten es erforderlich, dass Europa mitrede. Das Europäische Parlament werde immer wichtiger, sagte Rieken, um dann schnurstracks Richtung Central-Kino in der Marienstraße weiterzumarschieren.
Nur das ältere Ehepaar, das auf dem Marktplatz von den Rädern stieg, betonte, dass es mit der Europawahl nichts am Hut habe. „Wir kommen aus der Schweiz“, berichtete der Radler von seinem an diesem Tag politisch neutralen Herkunftsort.
Keineswegs neutral, sondern für die Liberalen engagiert ist der Lingener FDP-Ratsherr Jens Beeck. Er freute sich natürlich über das hervorragende Abschneiden der FDP auf Bundesebene bei den Europawahlen. „Wir haben mit Dr. Silvana Koch-Mehrin eine sehr gute Spitzenkandidatin, die einen prima Job gemacht hat“, betonte Beeck. Er glaube allerdings nicht, dass das Wahlergebnis vom Sonntag schon irgendwelche Prognosen auf den Bundestagswahlkampf zulasse.
Das sah Heinz Rolfes, Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Lingen, anders. Rechne man die Stimmen von CDU/CSU und FDP zusammen, dann komme man auf über 49 Prozent, addierte der Landtagsabgeordnete die Zahlen der ersten Hochrechnungen kurz vor 19 Uhr. Dass die CDU insgesamt schlechter abgeschnitten hat als bei der Europawahl im Jahr 2004, führte Rolfes auf die damaligen schlechten Umfragewerte für die Regierung Schröder im Zuge der Hartz-Gesetzgebung zurück. Diese Stimmung sei vor fünf Jahren den Christdemokraten zugutegekommen.
Auf Bundesebene habe er „nichts Großes für die SPD erwartet“, meinte Lingens SPD-Fraktionsvorsitzender Hajo Wiedorn. Auf das Wahlergebnis in Lingen bezogen, konnte sich der Sozialdemokrat zumindest über die deutlichen Verluste der CDU freuen, die bei 57,8 Prozent landete, sieben Prozent weniger als 2004. Die SPD legte minimal (0,4 Prozent) zu und landete bei 17,9 Prozent. Die Grünen hielten ihr Ergebnis von 8,1 Prozent, während die FDP, analog zum Bundestrend, ihren Stimmenanteil verdoppelte. Sie landete bei neun Prozent (4,42). Die Linke, die 2004 noch nicht angetreten war, kam in Lingen auf 2,5 Prozent.
Auch in Wietmarschen musste die CDU Federn lassen, behauptete aber ihre Vormachtstellung auf hohem Niveau. Die SPD stagnierte, die FDP legte deutlich zu. „Die geringe Wahlbeteiligung auch in Wietmarschen ging zulasten der CDU“, analysierte Bürgermeister Alfons Eling das Ergebnis. Auch seien offenbar einige CDU-Wähler zur FDP rübergewandert. „Überrascht hat mich das relativ starke Abschneiden der Grünen“, sagte der Verwaltungschef abschließend.
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