FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 28.05.2009:

Vereine über Stadt und CDU empört - Zuschuss von 80.000 Euro an TuS Lingen sollte Insolvenz abwenden

LT - Lokales
wrog Lingen. Ein städtischer Zuschuss in Höhe von 80 000 Euro für den TuS Lingen stand im Mittelpunkt der Diskussion beim diesjährigen Treffen von Vorstandsmitgliedern der Lingener Fußballvereine.
Das laut einer Pressemitteilung der Lingener CDU und gemäß Stadtratsbeschluss für die Jugendarbeit des Vereins gedachte Geld hat vielmehr eine drohende Insolvenz des TuS Lingen abgewendet. Nach einer entsprechenden Erklärung von Gregor Menger, Erster Vorsitzenden des TuS Lingen, zeigten sich die Vertreter der anderen Vereine nicht über den Zuschuss an den TuS empört, sondern über die Informationspolitik von CDU und Stadt.
„Wenn die Stadt Lingen nicht geholfen hätte, wäre der Verein pleitegegangen“, erklärte Menger. Hauptsponsoren des Vereins seien komplett ausgefallen, andere hätten ihre Zusagen nicht eingehalten. Menger, der den Vorsitz des TuS Lingen am 30. Juni niederlegen wird, möchte den Verein schuldenfrei an seinen Nachfolger übergeben. „Von der Darstellung des Zuschusses als Hilfe bei der Jugendarbeit habe ich nichts gewusst“, betonte Menger. Er habe dem Verwaltungsausschuss der Stadt die finanzielle Situation des TuS Lingen offen geschildert.
Diese Erklärung von Menger wurde von fast allen Vereinen akzeptiert. Die Vereinsvertreter zeigten überwiegend Verständnis dafür, dass die Stadt den TuS Lingen finanziell gerettet hat. Weniger Verständnis hatten sie dagegen für die von Stadt und CDU angegebene Begründung einer Förderung der Jugendarbeit.
Ralf Kuhnhen, Vorsitzender des VfB Lingen, empfand diese „als Ohrfeige für alle Ehrenamtlichen“. „Wenn der TuS Lingen finanzielle Probleme hat, hätte man das gleich sagen können.“ Eine Gleichbehandlung der Vereine sei so nicht mehr gegeben. Auch August Rolfes, Vizepräsident von Olympia Laxten, ärgerte sich über diese Begründung des Zuschusses. „Die CDU stellt das so dar, als ob der TuS als Einziger gute Jugendarbeit leistet.“ Der Baccumer Vereinsvorsitzende Reinhard Deermann sah dies ebenfalls so: „Was in der CDU-Pressemitteilung und in der Zeitung über den Ratsbeschluss stand, war vollkommen inakzeptabel“, bemängelte er.
Kritik an der finanziellen Planung des TuS Lingen äußerte Reinhard Janning, Erster Vorsitzender des SV Holthausen-Biene. „Defizitäre Vereine kann man nicht durch Steuergelder gesund machen“, so der Biener, dessen Erste Mannschaft in der kommenden Saison mit dem TuS Lingen in einer Liga spielen wird. „Wenn mir Sponsoren wegbrechen, muss ich die Reißleine ziehen und kann nicht jahrelang ins Minus gehen“, kritisierte Janning die bisherige Finanzpolitik des TuS Lingen. „Die Stadt und die Politik sollen sich gegenüber den ehrenamtlich Tätigen der anderen Vereine erklären“, forderte Janning.
Gelegenheit dazu wird ein Gespräch der Vereinsvertreter mit Oberbürgermeister Heiner Pott und Erstem Stadtrat Dr. Ralf Büring bieten. Die beim Treffen der Lingener Fußballvereine verhinderten Politiker haben das Gespräch angeboten. Die Vereine sind gespannt darauf zu erfahren, warum die Stadt verschuldete Vereine wie die HSG Nordhorn-Lingen und den TuS Lingen finanziell unterstützt, während für die „kleinen“ Lingener Fußballvereine die Situation immer schwieriger wird.
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