FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 28.05.2009:

Julis: Junge Union macht es sich zu leicht

LT - Lokales
Junge Union macht es sich zu leicht
Lingen. Mit Unverständnis hat der Kreisverband Ems-Vechte der Jungliberalen (Juli) auf das Festhalten der Jungen Union (JU) an der Kritik an den Plänen zum Neubau der Emsland-Arena reagiert.
Die Jugendorganisation der FDP hätte zwar auch gerne am bisherigen Standort festhalten. „Nach genauerer Untersuchung fällt jedoch auf, dass die JU es sich zu leicht macht, erwähnt sie doch mit keinem Wort die Lärmschutzproblematik am Kanalgebiet“, so der stellvertretende Kreisvorsitzende Daniel Krieger.
Selbst bei erheblichen Investitionen in die bisherigen Hallen und deren Umgebung – in Rede stünden etwa zwölf Meter hohe Beton-Parkhäuser zum Lärmschutz – bleibe es dabei, dass kostspielige Investitionen in den jetzigen Standort nicht zu einer Verbesserung des Konzert- und Eventspielplans in Lingen führen würden. Ginge es nach der JU, würde Lingen als Ort für große Veranstaltungen zukünftig keine wesentliche Rolle mehr spielen.
So müssten künftig im Regelfall Veranstaltungen spätestens um 21 Uhr beendet werden, heißt es in einer Presseerklärung der Julis.
Da viele Veranstaltungen, wie beispielsweise das jüngste Nightwish-Konzert in Lingen so in Zukunft also nicht mehr möglich wären, würden viele kulturelle und vor allem für Jugendliche interessante Ereignisse in Lingen wegfallen. Welche Bedeutung Lingen als Standort derzeit habe, erkenne man beim Blick auf die Tournee-Pläne einiger Bands. „Da steht Lingen zurzeit in einer Reihe mit Köln, Erfurt, Karlsruhe und sogar London und Paris“, so die Liberalen.
Die Kostenargumentation der JU sei reine Spekulation, da es belastbare Zahlen für einen Standortvergleich unter den jetzt erkannten schwierigen Bedingungen am bestehenden Standort gar nicht gebe, heißt es in der Mitteilung weiter.
Auch der Verweis auf das Osnabrücker Gutachten liege völlig neben der Sache. „Die höhere Standortqualität Lingens gegenüber Osnabrück erkennt man allein an den Highlights der jüngeren Vergangenheit (José Carreras) und der nahen Zukunft (Simply Red). „Zudem ist die bauliche Situation in Osnabrück und Lingen gar nicht vergleichbar“, ergänzte der stellvertretende Kreisvorsitzende Henning Meß. Die überdurchschnittlich gute mögliche Auslastung der Emslandarena sei im Übrigen durch eigene im Auftrag der Stadt Lingen erstellte Gutachten nachgewiesen.
Am Ende gehe es schlicht um die Frage, ob Lingen als Veranstaltungsort attraktiv erhalten und ausgebaut werden solle: „Wir Julis wollen eine Weiterentwicklung mit attraktiven Veranstaltungen in Lingen“, so Daniel Krieger abschließend.
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