FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 28.05.2009:

Mindert sich Lebensqualität durch Arena? 200 Zuhörer bei Versammlung

LT - Lokales
bm Lingen. „Wir können die Emslandhallen an ihrem jetzigen Standort an der Lindenstraße nicht erweitern, weil schon jetzt die rechtlich zulässigen Lärmemissionen deutlich überschritten werden. Deshalb haben wir uns nach alternativen Standorten für einen neue Emslandarena umgeschaut. Übrig geblieben ist dabei, nachdem alle möglichen Standorte unter anderem auf ihre verkehrliche Anbindung und Lärmemissionen untersucht wurden, der jetzt vorgestellte Standort an der Frerener Straße.“
Das erklärte am Dienstagabend Lingens Oberbürgermeister Heiner Pott im Rahmen einer Bürgerversammlung im Bürgerzentrum Gauerbach. Rund 200 Interessierte waren der Einladung des Förderkreises Gauerbach gefolgt, um aus erster Hand zu erfahren, warum das Areal an der B 214 für den Bau der Arena favorisiert wird. Begleitet wurde der Verwaltungschef von Christoph Blasius, Geschäftsführer der Zech Ingenieurgesellschaft.
Zech war seitens der Stadt damit beauftragt worden, die Standorte Ochsenbruch, Rheiner Straße, Schüttorfer und Frerener Straße auf ihre Tauglichkeit für den Bau einer Emslandarena zu überprüfen.
Bevor Blasius darlegen konnte, aus welchen Gründen letztlich nur der Standort an der Frerener Straße für den Bau einer neuen Veranstaltungshalle infrage käme, betonte der Oberbürgermeister, dass die jetzigen Emslandhallen schon heute nicht mehr wettbewerbsfähig und auch, unter Berücksichtigung der gegebenen Umstände, nicht ausbaufähig seien (wir berichteten).
Blasius legte im Ergebnis dar, dass der rechtlich zulässige Lärmpegel von 35 Dezibel im Wesentlichen durch die Besucher der Veranstaltungen und den abfließenden Verkehr verursacht würde. Vor diesem Hintergrund seien unter anderem auch die weiteren Standorte untersucht worden, wobei unter Berücksichtigung aller Faktoren letztlich der Standort Frerener Straße übrig geblieben sei.
Daneben machte Pott deutlich, dass die Stadt sich für den Bau der Halle nicht verschulden müsse. Zudem sollen die Kosten für den Neubau auf 25 Millionen Euro gedeckelt werden.
Die durch den beabsichtigten Neubau der Halle möglicherweise schwindende Lebensqualität im Gauerbach zog sich wie ein roter Faden durch die anschließende Diskussion. Bei seitens der Stadt erhofften 50 bis 60 Veranstaltungen pro Jahr, könne sich ein jeder selbst ausmahlen, dass das nicht ohne einen entsprechenden Lärmpegel abginge, hieß es.
Schon heute müsse man bemängeln, dass man erst kürzlich die Zwischenergebnisse beim Islandpony-Turnier auf der heimischen Terrasse mitbekommen habe und auch das Gauerbachfest nicht zu überhören sei. Andere wiederum sahen nach Veranstaltungen „grölende Völker“ durch die Straßen des Gauerbach ziehen und fragten deshalb, wer ihnen garantieren könne, dass man auch in den nächsten Jahrzehnten noch ruhig in diesem Wohnpark leben könne.
Auch die Frage, ob Lingen überhaupt eine solche Halle brauche, wurde gestellt und durch Pott mit einem klaren „Ja“ beantwortet. Seiner Überzeugung zufolge könne es sich Lingen nicht leisten, sein kulturelles Angebot zu schmälern. Das werde nicht nur durch die Stadt, sondern auch von Land und Landkreis so gesehen. „Sonst würde man dieses Projekt nicht finanziell fördern“, erklärte Pott.
Weitere Bürgerversammlungen in der Sache werden folgen.
Druckversion Druckversion 
Suche

Jens Beeck - Unser Abgeordneter in Berlin


Mitglied werden