FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 24.04.2009:

RWE Power modernisiert alstes Gaskraftwerk in Lingen

LT, MT, EZ - Landkreis Emsland
bm/pe Lingen. Die Gesichter von Dr. Hubertus Flügge, Leiter der RWE-Kraftwerke am Standort Lingen, und Nikolaus Valerius, Leiter der RWE-Erdgaskraftwerke Lingen, strahlten gestern um die Wette. Der Grund: RWE Power investiert weitere 200 Millionen Euro in die Zukunft des Kraftwerkstandortes Lingen.
Eingesetzt wird das Geld, um das 1975 in Betrieb gegangene Gaskraftwerk mit neuen Turbinen auszustatten und somit auf den neuesten Stand der Technik zu bringen. Das heißt: Durch die neuen Turbinen wird nicht nur die Einsatzflexibilität des Kraftwerkes erheblich gesteigert, sondern vor allem seine Effizienz. Valerius: „Der Wirkungsgrad der neuen Anlage steigt um bis zu zwölf Prozent“, erläuterte der Kraftwerksleiter, und: „Bei gleicher Stromproduktion werden die CO2 -Emissionen jährlich um über 45 000 Tonnen reduziert.“
Zum Einsatz sollen vier neue Rolls-Royce-Trent-60-Turbinen kommen, die die beiden seit über 30 Jahren rotierenden Siemens-Turbinen ablösen. Valerius: „Die gleichen Turbinen, nur eben anders angepasst, hängen auch unter der Boeing 777.“
„Die Investition zeigt, wie ernst RWE das Thema Effizienzsteigerung und Umweltschutz nimmt“, betonte Flügge. Als Standortleiter freue er sich besonders über diese Investitionsentscheidung. „Damit werden die Zukunft und die Bedeutung des Kraftwerkstandortes Lingen weiter gesteigert und gefestigt. Das gilt natürlich auch für die Arbeitsplätze der RWE-Mitarbeiter wie auch für die der beteiligten Fremdfirmen.
Auf die Frage unserer Zeitung, wann mit dem Bau der neuen Gasturbinenanlagen begonnen werden kann, antwortete Valerius: „Bei optimalen Verlauf hoffen wir, noch im November dieses Jahres mit dem Bau beginnen zu können.“ Mitte 2011 sollen sie dann in Betrieb gehen.
Zusammengerechnet leisten dann die beiden Gaskraftwerke und das Kernkraftwerk Emsland rund 3200 MW.
„Das ist großartig für uns“, freute sich gestern Lingens Oberbürgermeister Heiner Pott. Er dankte insbesondere Nikolaus Valerius für dessen intensive Bemühungen im Hintergrund. Der Energiestandort Lingen habe noch vor wenigen Jahren weit weniger gefestigt ausgesehen. „Ein Kernkraftwerk mit nur noch wenigen Jahren Restlaufzeit, ein altes Gaskraftwerk und zeitliche Vorlaufzeiten von rund zehn Jahren für Kraftwerksneubauten“, beschrieb Pott die damalige Situation. „Und heute: Die RWE investiert hier insgesamt über 700 Millionen Euro, eine starke Aussage der Verbundenheit mit unserer Region.“
„Der Landkreis Emsland ist mit der Entscheidung der RWE in Lingen Energiestandort Nummer 1 inNiedersachsen“, unterstrich Landrat Hermann Bröring. „Wir schaffen damit einen guten Energiemix ausKernenergie, konventioneller und erneuerbarer Energie“, betonte der Landrat. Die weitere Präsenz der RWE im Emsland sichere und schaffe weitere Arbeitsplätze in der Zukunft. Mit der technischen Erneuerung des alten Gaskraftwerkes sei auch klar, dass das kurz vor der Inbetriebnahme stehende neue Gaskraftwerk keine Ersatzmaßnahme gewesen sei, freute sich Bröring.
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