FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 23.04.2009:

Diskussion über Hort und Ganztagsgrundschule

LT - Lokales
pe Lingen. „Wir sind auf einem sehr guten Weg.“ Mit diesen Worten fasste Günter Schnieders, Leiter des Fachbereichs Jugend, Arbeit und Soziales, in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses die Bemühungen der Stadt Lingen zur Verbesserung des Betreuungsangebotes von Kindern zusammen. Ein weiteres Thema in diesem Zusammenhang war die Hortbetreuung und wie diese sich künftig neben den Angeboten der sogenannten offenen Ganztagsgrundschule entwickelt.
Günter Schnieders wies darauf hin, dass einer Vorgabe des Bundes zufolge schrittweise bis zum Jahr 2013 für 35 Prozent der unter dreijährigen Kinder Krippenplätze geschaffen werden müssten. Die Stadt Lingen müsste dem Zeitplan zufolge derzeit 263 Plätze vorhalten, was einer Quote von 20 Prozent entspricht.
Zum kommenden Kindergartenjahr kann die Stadt aber bereits 313 Plätze anbieten (23,4 Prozent). Nicht eingerechnet seien hier Jungen und Mädchen in der Tagespflege, sagte Günter Schnieders.
Auf eine entsprechende Frage von Edeltraut Graeßner (SPD) bezüglich Wartelisten sagte der stellvertretende Fachbereichsleiter Horst Flachmann, dass derzeit 53 Jungen und Mädchen aufeinen Krippenplatz warteten.
Probleme bei den Betreuungszeiten gebe es in den frühen Morgen- und späten Abendstunden, erklärte Flachmann. Wie Schnieders ergänzend ausführte, ist die Zahl der Ganztagsgruppen in den Lingener Kitas inzwischen von sieben auf zwölf Gruppen erhöht worden. Auch der Ausbau der Sechs-Stunden-Betreuung schreite weiter voran. Die Aufgabe eines Familienzentrums – es ist das fünfte in der Stadt, hat die Kita Christ König in Darme übernommen. Mit angebunden sind die Einrichtungen St. Gertrudis, St. Barbara und die Betriebskindertagesstätte „Rokids“ des Lingener Unternehmens Rosen.
Als weiterer Baustein zur Verbesserung des Serviceangebotes dient, so Schnieders, die Einrichtung eines neuen EDV-Systems. Das Anmeldeverfahren und die Warteliste würden darin zentral gesteuert. Zudem werde im Rathaus eine Servicestelle für Familien und Firmen eingerichtet.
Bei der Verbesserung des Betreuungsangebotes richtet sich der Fokus aber nicht nur auf die kleineren Kinder. Weiterer Baustein ist der flächendeckende Aufbau einer Schulkindbetreuung in Lingen.
Der Schulausschuss hat beschlossen, ab dem Schuljahr 2009/2010 die offene Ganztagsgrundschule in Lingen mit freiwilligen Nachmittagsangeboten einzuführen. Die bestehenden Horte an den Kindertagesstätten sollen bis zum Jahr 2013 an die Grundschulen verlagert werden mit dem Ziel, diese Angebote miteinander zu verbinden. Als Modellprojekt diene hier, so Schnieders, der Standort „Hort Trinitatis/Matthias-Claudius-Schule“.
„Aber was ist Hort, und was ist Ganztagsbetreuung?“, fragte Swenna Vennegerts, Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses. „Mir gerät dieser pädagogische Ansatz bei der Ganztagsbetreuung in den Grundschulen zu kurz“, sagte sie. Sie kenne überzeugte Horteltern, die dem Angebot der Ganztagsgrundschule nicht trauen würden, meinte Anna Matern-Bandt (FDP). Eltern bräuchten zum Beispiel längere Betreuungszeiten als bis 15.30 Uhr. Andererseits sei die Betreuung in den Grundschulen umsonst, während die Hortbetreuung die Eltern Geld koste. Sie fände es schade, wenn die Hortarbeit vor diesem Hintergrund den Kürzeren ziehe.
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