FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 24.03.2009:

„Der Verkehr bleibt, wo er ist, nur langsamer“

Lingener Tagespost - Lokales
Planungs- und Bauausschuss will schlüssiges Verkehrskonzept, bevor in Laxten weiter geplant wird
bm Lingen. Auch wenn sich Planungsamtsleiter Peter Krämer und Stadtbaurat Georg Lisiecki noch so große Mühe gaben, den Ausschussmitgliedern zu erklären, dass es sich hier nur um Ideen handele, die einer weiteren Ausarbeitung bedürften, ernteten die vorgestellten Planungen keinen Applaus.
Insbesondere schieden sich die Geister an einem noch nicht vorliegenden Verkehrskonzept, das eigentlich zwingend mit dazugehöre und Grundklage des weiteren Planens sein sollte.
So eröffnete Jens Beeck, FDP, den langen Reigen der Vorbehalte. Insbesondere stieß sich der Freidemokrat an einer möglichen „Einfassung“ der Josefstraße, die den Verkehrsfluss behindern könnte: „Wir sprechen hier über eine der frequentiertesten Straßen der Stadt und sollten uns hüten, hier beruhigende Maßnahmen zu ergreifen.“
Diese Argumentation konnte auch Renate Seiler, CDU, mittragen, die noch zusätzlich danach fragte, wo denn zukünftig die Parkplätze blieben. „Das sieht hier ja alles ganz nett aus, aber wie wollen wir dieses verkehrstechnische Problem lösen?“
Direkt dazu konnte der Stadtbaurat erklären, dass „der Verkehr da bleibt, wo er auch jetzt ist – nur langsamer und zugunsten der Aufenthaltsqualität“. In Bezug auf den benötigten Parkraum erklärte Lisiecki, dass, wenn man den Planungen folge, noch mehr Plätze zur Verfügung stünden als bisher.
Dass man nicht „zwanghaft“ versuchen sollte, den Verkehrsfluss zu verlangsamen, riet Klaus Haberland, beratendes Mitglied, dem Ausschuss. „Die Josefstraße ist Teil des Hauptverkehrsstraßennetzes in Lingen und außerdem eine Landesstraße die man nicht so einfach verkehrsberuhigen kann“, betonte der Fachmann.
„Bevor wir hier wirklich darangehen, dieses Quartier neu zu planen, brauchen wir ein Verkehrskonzept. Es nützt doch gar nichts, wenn wir jetzt hier ‚rumdoktern‘ und nachher alles wieder umwerfen müssen“, gab Birgit Kemmer, Bündnis 90/Die Grünen, den Planern mit auf den Weg.
Hajo Wiedorn, SPD, gab zu verstehen, dass man hier „nicht auf einer „Wünsch-Dir-was-Veranstaltung“ sei und man sich doch einmal überlegen sollte, dass diese Planungen, sollten sie so wie vorgestellt umgesetzt werden, mit zwei bis drei Millionen Euro zu Buche schlagen würden. Wenn diese Planungen Realität würden, gäbe es noch viele Orts- und Stadtteile in Lingen, die Bedarf anmelden würden.
Außerdem vertrat der Sozialdemokrat die Meinung, dass man weitere Planungen in Laxten von einem schlüssigen Verkehrskonzept abhängig machen sollte.
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