FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 17.02.2009:

Jäger müssen weniger zahlen - FDP lehnt Jagdsteuer komplett ab

LT,MT,EZ - Kreis Emsland
ma Meppen. Der Landkreis Emsland wird die Jagdsteuer von 15 auf 10 Prozent des Jagdwertes zum 1. April senken. Das hat gestern der Kreistag mehrheitlich beschlossen.
Dabei war die Steuer seinerzeit im Jahr 1997 gegen große Widerstände der Jägerschaft erhöht worden. Die Einnahmen im Landkreis aus dieser Steuer summieren sich bislang im Jahr auf rund 400 000 Euro. Dezernent Dr. Bernd Kuckuck begründete die Senkung der Steuern damit, dass auf die „Jäger in Zukunft noch mehr Aufgaben zukommen“. So sei die Hygieneverordnung der Europäischen Union erheblich verschärft worden. Damit muss tot aufgefundenes Wild entsorgt werden. Im Klartext: Es wird in der Tierkörperbeseitigungsanstalt in Lingen-Brögbern entsorgt. Dabei entstehen für den Jagdpächter Kosten bis zu 130 Euro. Als Alternative kann er das Wild auch vergraben. Kuckuck erinnerte zudem an die zahlreichen Naturschutzaufgaben, die die Jäger wahrnehmen.
Unterdessen beantragte UWG-Kreistagsmitglied Hermann-Josef Abeln, die Jagdsteuer langfristig komplett auszusetzen. Unterstützung erhielt er von der FDP. Michael Goldmann: „Wir erheben ja auch keine Golf- oder Anglersteuer.“ Zudem seien Jäger Umwelt- und Naturschützer. Weiterhin würden Jäger ihre Freizeit opfern, um ihr Wissen über Flora und Fauna in den Schulen an Kinder weiterzugeben.
Während sich die CDU-Mehrheitsfraktion mit ihrem Beschluss auf Senkung der Steuerhebesätze durchsetzte, forderte Karin Stief-Kreihe (SPD) die Beibehaltung des Steuersatzes: Mit 15 Prozent habe das Emsland bislang im Vergleich zu anderen Landkreisen eine durchaus übliche Abgabe eingefordert.
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