FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 31.01.2009:

Überarbeitete Pläne für Emsauenpark begrüßt

LT 31.01.2009
pe Lingen. Der Bau- und Planungsausschuss hat vier Bebauungspläne auf den Weg gebracht, die den „Emsauenpark Reuschberge“ in eine ganz besondere Wohnadresse Lingens verwandeln sollen.
Wie berichtet, hatte im vergangenen Jahr das Architekturbüro Hülsmeyer („plan conzept“) aus Bramsche bei Osnabrück in Arbeitsgemeinschaft mit dem Büro „Landschaftsarchitektur Junker“ mit seinem Konzept der „Umarmung der Landschaft“ das Preisgericht am meisten überzeugt. Seitdem hatte es in den städtischen Gremien noch eine Reihe von Veränderungsvorschlägen gegeben, die im Ergebnis die Verfasser des Entwurfs offenbar erneut angespornt haben. „Es ist uns gelungen, einen guten Entwurf besser zu machen“, meinte Prof. Junker bei der Vorstellung.
Die Überarbeitung betraf unter anderem eine Vergrößerung der Nettobaufläche und die stärkere Ausprägung einer „städtebaulichen Kante“ im Übergang von Wohngebiet und Parklandschaft. Junker empfahl der Stadt, vor einer Veräußerung einzelner Grundstücke unbedingt den Park in einer „Basisausstattung“ zu entwickeln. Dadurch werde es möglich, das Thema „Wohnen am Wasser“ offensiv zu vermarkten.
Sie halte das überarbeitete Konzept für sehr gut gelungen, sagte Renate Seiler (CDU). Der neue Entwurf sei wesentlich besser, meinte auch Hans-Arno Bavink (FDP). Gleichwohl bleibe abzuwarten, ob es gelinge, die unterschiedlichen Wohnraumkonzepte innerhalb des Areals zu veräußern.
Dies bejahten sowohl Prof. Junker als auch Stadtbaurat Georg Lisiecki ausdrücklich. Die bis zu dreigeschossigen Stadtvillen stellten eine „neue architektonische Qualität für einen bestimmten Benutzerkreis dar“, so Lisiecki. Der Emsauenpark Reuschberge habe die Chance, sich zu einer Topadresse in Lingen zu entwickeln.
„Wir müssen auch einmal über andere Wohnformen nachdenken“, sagte der Stadtbaurat. Dazu biete sich der Emsauenpark geradezu an. Er sei fest davon überzeugt, dass Bürger, die kein Interesse an einem 600 Quadratmeter großen Garten hätten, die städtisch wohnen wollten mit einer gleichzeitig schönen Aussicht, hier genau das Richtige vorfinden würden.
Für die SPD erklärte Hajo Wiedorn, dass drei aus dem Gesamtkomplex entwickelten Bebauungspläne „recht gelungen“ seien, wobei darauf zu achten sei, dass kleine Grundstücke angeboten würden. „Innerstädtisches Wohnen muss nicht auf einem 700 Quadratmeter großen Grundstück stattfinden“, betonte Wiedorn. Abzulehnen sei die Planung für den Freiraumbereich, weil sie den Abriss von acht völlig intakten Gebäuden der Bundeswehr bedeute. Wiedorn wie auch der fraktionslose Ratsherr Robert Koop kritisierten diese „gigantische Vernichtung von Vermögen“.
In der Diskussion wurden eine Reihe weiterer Punkte erörtert, so auch die Frage, ob die geplante künstliche Wasserfläche nicht größer angelegt werden könne, um noch mehr Interessierten das Wohnen am Wasser zu ermöglichen. Die Stadt ist mit dem Unternehmen Emco Müller zudem in Verhandlungen, wie die Art der Abschirmung des Betriebs zum künftig angrenzenden neuen Baugebiet aussehen soll. Das Unternehmen habe, so Lisiecki, Entwicklungsabsichten an dieser Stelle angemeldet.
Am 4. März lädt die Stadt zu einer Bürgerversammlung ein, wo die Bebauungspläne zur Realisierung des Emsauenparks Reuschberge erneut vorgestellt werden. Zeit und Ort werden noch bekanntgegeben.
Druckversion Druckversion 
Suche

Jens Beeck - Unser Abgeordneter in Berlin


Mitglied werden