FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 12.01.2009:

Ständchen für Hirche, Spott für Gegner - 1500 Gäste bei FDP-Empfang

NOZ-Nordwest
hab Hannover. Der Kuppelsaal war gefüllt, die Parkplätze im weiten Umkreis auch – und selbst bei der Kinderbetreuung herrschte mit mehr als 60 Knirpsen Hochbetrieb: Der Neujahrsempfang der niedersächsischen FDP-Landtagsfraktion erwies sich gestern erneut als zugkräftiges Ereignis.
hab Hannover. Was einst in kleinem Rahmen in der Gastronomie des Landtages begann, ist inzwischen zur größten politischen Veranstaltung Niedersachsens (außerhalb sporadischer Wahlkundgebungen) gereift. Und bei der FDP stellt der Empfang sogar bundesweit die am stärksten frequentierte Zusammenkunft dar, die selbst das traditionelle Dreikönigstreffen in Stuttgart überbietet.
Gestern verzeichneten die Liberalen erneut einen Rekord: 1500 Gäste zog es am Mittag ins Kongress-Zentrum der Landeshauptstadt.
Dort glänzte Landes- und Fraktionschef Philipp Rösler einmal mehr mit einer „freihändigen“ Rede, in der er Grundüberzeugungen der FDP wie freie und faire Marktwirtschaft, aber auch gesellschaftliche Solidarität beschwor.
Zugleich nahm er in kabarettreifer Manier die politische Konkurrenz auf die Hörner – beispielsweise mit einer Attacke auf Luft- und Raumfahrtkoordinator Peter Hintze (CDU), der sich für eine 350 Millionen Euro teure präzise Kartierung des Mondes ausgesprochen habe. „Da hat sich noch keiner verlaufen“, spottete Rösler.
Der designierte Wirtschaftsminister nutzte aber auch die Gelegenheit, dem Koalitionspartner zwischen den Zeilen „Dampfmachen“ in der Schulpolitik anzukündigen. Da gehe es zum einen um die Sicherung eines wohnortnahen Schulangebots bei rückläufiger Kinderzahl und zum anderen um die Unterrichtsversorgung.
Der scheidende Wirtschaftsminister Walter Hirche wartete mit einem politischen Vermächtnis auf. In einer Grundsatzrede warnte er vor zu viel Einmischung des Staates, gar einer „Mitspielerrolle“ als Unternehmer.
Und er wetterte gegen den derzeitigen „Bescherungswettlauf“ und die „Schuldscheinpolitik“ zur Ankurbelung der Konjunktur. Besser wäre es, die betrieblichen Abschreibungsmöglichkeiten für zwei Jahre auf 50 Prozent zu erhöhen und alle in den letzten Jahren beschlossenen Belastungen für Bürger und Wirtschaft auszusetzen, meinte Hirche.
Am Ende feierten die Gäste den Ur-Liberalen mit stehenden Ovationen – und brachten ihm „Die Gedanken sind frei“ als Ständchen.
Druckversion Druckversion 
Suche

Jens Beeck - Unser Abgeordneter in Berlin


Mitglied werden