FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 12.12.2008:

Kompromiss zwischen Stadt und Bistum bei Marienschule

LT vom 11.12.2008 vB
In die Verhandlungen zwischen der Stadt Lingen und dem Bistum Osnabrück zu den Aufnahmezahlen an der katholischen Marienschule (Haupt- und Realschule) kommt Bewegung. Einen möglichen Kompromiss, dem das Bistum bereits zugestimmt hat, stellte Lingens Erster Stadtrat Dr. Ralf Büring jetzt im städtischen Schulausschuss vor.
Ergebnis der sich über mehrere Monate hinziehenden Verhandlungen könnte laut Bürings Aussage ein über fünf Jahre laufender Vertrag (Schuljahre 2009/2010 bis 2013/2014) sein, in dem festgelegt wird, wie viele Schüler jeweils die Marienschule sowie die in städtischer Trägerschaft stehenden Gebrüder-Grimm- und Friedensschule besuchen können. Hintergrund des entstandenen Streits war die Abweichung der Marienschule von der jahrelang zumindest gängigen Praxis, dass alle drei Schulen jeweils ein Drittel der Schüler aufnehmen – und dies vor dem Hintergrund insgesamt sinkender Schülerzahlen. Mit dieser „Drittellösung“ sollten laut der Stadt alle drei Schulen mittelfristig im Bestand gesichert werden. Das Bistum wollte jedoch als Träger der Marienschule weiterhin mehr Schüler aufnehmen und schlug ein sogenanntes „Kooperationsmodell“ vor.
„Mit dem gefundenen Kompromiss können wir mittelfristig alle drei Schulstandorte sichern und gleichzeitig dem erkennbaren Elternwillen zur Marienschule hin Rechnung tragen“, betonte der Erste Stadtrat. Konkret sieht das ausgehandelte Zahlenwerk für das kommende Schuljahr 2009/10 für die Friedensschule 87, die Marienschule 96 sowie die Gebrüder-Grimm-Schule 78 Schüler vor. Diese Werte gleichen sich in den Folgejahren (bei insgesamt zurückgehenden Schülerzahlen) mehr und mehr an: Schuljahr 2010/2011: 78, 84 und 74; Schuljahr 2011/2012: 79, 83 und 73; Schuljahr 2012/13: 72, 73 und 70 und im Schuljahr 2013/14: 70 „Friedensschüler“, 72 „Marienschüler“ und 69 „Gebrüder-Grimm-Schüler“.
Nachverhandelt werden soll nur bei einer laut Büring „wesentlichen Änderung“ der Schülerzahlen, weitere Kooperationen der Schulen untereinander sollen möglich sein und seien seitens der Stadt „ausdrücklich gewünscht“. 2013 sollen schließlich nach Vorlage der neuesten Schülerzahlen Verhandlungen über eine Nachfolgeregelung aufgenommen werden.
Diese möglichen Eckpunkte für einen möglichen Vertrag wurden von den CDU-/FDP-Ausschussmitgliedern bei vier Enthaltungen sowie einer Gegenstimme der Grünen-Ratsfrau Birgit Kemmer beschlossen.
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