FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 04.11.2008:

Lübbers: Wir wollen keinen Milchkrieg

LT - Kreis Emsland
el Bawinkel. „Selbstverständlich wünschen auch wir uns höhere Milchpreise“, betont Norbert Lübbers, Sprecher des bundesweiten Netzwerkes „Unternehmen Milch“ (UM) für Niedersachsen. Als engagierte Milcherzeuger und selbstständige Unternehmer strebe man marktwirtschaftliche Lösungen an und lehne den Weg des „Bundes Deutscher Milchviehhalter“ (BDM) strikt ab.
In einem Gespräch mit Michael Goldmann, dem agrarpolitischen Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, machten neben Norbert Lübbers aus Bawinkel auch die Sprecher Andreas John aus Gifhorn (Niedersachsen-Ost) sowie Bernd Schwinum aus Hünxe (Nordrhein-Westfalen) die UM-Ziele deutlich. Im Mittelpunkt stehe dabei, dass man sich zur Realität des Marktes im grenzenlosen Europa und zur Chancengleichheit für die deutschen Milchbauern bekenne. Dazu gehöre eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit des Produktionsstandortes Deutschland. Ein Abschotten der Märkte mache keinen Sinn, so Lübbers, der ergänzte: „Wir wollen ausdrücklich keinen Milchkrieg!“
„Im Jahr 2015 läuft bekanntlich die Milchquote aus; diese politische Entscheidung wird von uns akzeptiert“, fordert Bernd Schwinum zugleich von der Politik, Klartext zu reden und die Zukunft der Milcherzeuger im Blick zu haben.
Dass man mit dem Milchpreis zurechtkommen kann, machte Bernd Schwinum deutlich. Er bewirtschaftet einen Pachtbetrieb mit 180 Milchkühen.
Norbert Lübbers betonte in dem Gespräch, dass der marktwirtschaftliche Weg der richtige ist. Auf seinem Betrieb werden 90 Kühe gemolken, zudem Jungvieh sowie 330 Mastbullen gehalten.
Leistung, Produktivität und Effizienzsteigerung seien Aspekte, die ebenso wie Nachhaltigkeit und Tiergesundheit jeden Tag im Stall und auf dem Hof umgesetzt werden müssen.
Fakt ist, dass die Milchmenge nahezu gleich bleibt, die Nachfrage aber nachhaltig sinkt. Diese Situation sei zum großen Teil auf den vom BDM angezettelten Streik zurückzuführen, sind sich die UM-Vertreter einig. Der BDM habe damit nichts erreicht, sondern im Gegenteil die Milchlieferanten gegenüber den Molkereien unglaubhaft erscheinen lassen. „Die milchverarbeitenden Betriebe holen sich die Milch als Rohstoff jetzt aus anderen Ländern“, so die Feststellung von Andreas John. „UM ist absolut auf dem richtigen Weg“, stellte Michael Goldmann fest. Der Bundestagsabgeordnete sagte dem im Deutschen Bauernverband organisierten Netzwerk seine ausdrückliche Unterstützung zu. Die Politik müsse mit Blick auf den Quotenwegfall die Rahmenbedingungen schaffen, die Milchbauern diese mit dem Ziel nutzen: „Wer gut ist, wird stärker!“
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