FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 19.09.2008:

Diskussion um Kasernengelände

bm Lingen. „Ich frage mich, wie dieser Entwurf den 1. Preis bekommen hat. Wenn wir all das, was die Verwaltung gerade vorgeschlagen hat, nacharbeiten müssen, was ich auch gut finde, dann bleibt von dem Siegerentwurf eigentlich gar nichts mehr übrig.“
Wie Jens Beeck (FDP) ließen auch die anderen kleineren Oppositionsparteien im Planungs- und Bauausschuss der Stadt Lingen am Mittwochabend kein gutes Haar an dem Siegerentwurf des städtebaulichen und freiraumplanerischen Wettbewerbs für die Weiterentwicklung der Fläche Scharnhorst-Kaserne.
Zuvor hatte Stadtbaurat Georg Lisiecki zwölf Überarbeitungsmöglichkeiten den Mitgliedern des Ausschusses vorgestellt, die, bei zwei Enthaltungen, auch einhelligen Zuspruch erhielten.
So müsse unter anderem
– der notwendige Abstand zur Firma Müller per Gutachten errechnet werden;
– die Nettobaufläche vergrößert werden, um die Wirtschaftlichkeit zu gewährleisten;
– Wohngebiet und Landschaft stärker verzahnt werden;
– zwei Biotope und weiterer erhaltenswerter Baumbestand geschützt werden;
– zentrale öffentliche Grünflächen gestärkt werden;
– das zu erhaltende Unteroffiziersheim in die Planung integriert werden;
– und eine zweite Reihenhausbebauung entlang des Langschmidtsweges ermöglicht werden.
Daneben betonte Lisiecki zudem, dass man den größten Teil der Fläche Scharnhorst-Kaserne, die zurzeit versiegelt sei, aufbrechen wolle, um ihn der Natur als Parklandschaft zurückzugeben.
„Die Planungsänderungen finde ich so in Ordnung“, befand seitens der CDU Uwe Hilling. Zudem machte der Christdemokrat darauf aufmerksam, dass am Langschmidtsweg, in Höhe Gardinen-Lindemann, eine sehr große Linde auf dem ehemaligen Bundeswehrgelände stünde, die, zusammen mit den weiteren dort stehenden Bäumen, einen schönen Platz darstellten. „Auch das sollte man in den weiteren Planungen berücksichtigen“, erklärte Hilling.
Wie bereits zuvor Beeck bemängelte auch der fraktionslose Robert Koop die vorläufigen Planungen. „Wenn wir all das machen, was hier vorgeschlagen wurde, bleibt von dem Plan nix mehr übrig. Hier entsteht eine ganz normale Siedlung, woran ich keine Qualität erkennen kann.“
Ferner monierte Koop den Abbruch der vorhandenen Bausubstanz zulasten der Steuerzahler. „Hier wird öffentliches Vermögen vernichtet.“
Als einen „08/15-Plan“ wertete Birgit Kemmer (Grüne) den „enttäuschenden Entwurf“. Sie habe erwartet, dass bei solch „hochkarätigen Planern“ mehr bei rumkomme.
Lingens Stadtbaurat dagegen wertete die „Verfeinerung“ des Entwurfs als ganz normal. Man habe mit dem Plan, den das Preisgericht einstimmig auf das Podest gehoben habe, eine solide Planung, die jetzt, auch aufgrund der stattgefundenen Bürgerversammlung und weiteren Eingaben, weiter optimiert werden müsse. Alle, nicht nur die Preisrichter, hätten im Vorfeld die Möglichkeit gehabt, ihre eigenen Vorschläge mit einzubringen.
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