FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 22.08.2008:

1440 Tonnen Beton täglich? 200 Teilnehmer bei Podiumsdiskussion in Schepsdorf

bm Lingener Tagespost. „Wir sind auf dem richtigen Weg und können mit dem von der Ortsverwaltung Schepsdorf ausgearbeiteten Kompromiss einen ersten Erfolg verbuchen – dennoch bleiben wir dabei, dass auf der ehemaligen Standortschießanlage bei Schepsdorf kein Industriegebiet entstehen darf, auch kein kleines.“
Diese Auffassung vertraten am Mittwochabend nicht nur die Vorsitzende der Schepsdorfer Bürgerinitiative (BI) „Kein Industriegebiet“, Sabine Stüting, sondern auch über 200 Schepsdorfer Bürgerinnen und Bürger, die zu einer Podiumsdiskussion mit Vertretern der Politik aus Lingen und Schepsdorf ins Hotel „Hubertushof“ gekommen waren.
Daneben wurde mit großem Unmut zur Kenntnis genommen, dass sich niemand aus der Gemeinde Wietmarschen als planende Behörde des Industriegebietes bereitgefunden hatte, an der Diskussion teilzunehmen. Zwar räumte Frau Stüting ein, dass die Einladung in das Lohner Rathaus sehr kurzfristig erfolgt sei, doch erklärte sie auch, dass Wietmarschens Bürgermeister Alfons Eling es rundherum abgelehnt habe, mit Vertretern der Bürgerinitiative zu sprechen.
Seitens der Stadt Lingen waren Werner Schlarmann (CDU), Hajo Wiedorn (SPD), Jens Beeck (FDP), Michael Fuest (Grüne) und Robert Koop (fraktionslos) nach Schepsdorf gekommen. Für die Schepsdorfer saß Ortsbürgermeister Peter Scholz und für die BI Sabine Stüting, Andreas Paschke und Harald Nüsse auf dem Podium. Rede und Antwort stand daneben auch Lingens Stadtbaurat Georg Lisiecki, der die Bürger insbesondere in Sachen Planungs- und Baurecht informierte.
Neben den planungsrechtlichen Vorgängen wurde insbesondere die Größe des geplanten „kleinen Betonmischwerkes“, das die Firma Krämer-Bau errichten wolle, diskutiert. Erläuternd dazu berichtete Frau Stüting, dass ein „kleines Mischwerk mit 10 Tonnen pro Stunde“ auch in einem Gewerbegebiet Platz fände und dafür kein Industriegebiet ausgewiesen werden müsse. Jetzt würde aber über ein Mischwerk mit 60 Tonnen pro Stunde diskutiert, was dann mit der Anlage der Firma Rekers in Spelle vergleichbar wäre. Unterm Strich hieße dies, dass, wenn das Gelände, (rund 17 Hektar) oder nur ein Teil, als Industriegebiet ausgewiesen werden würde, rund 1440 Tonnen Beton am Tag hergestellt werden könnten. Gleichzeitig bedeute das, dass rund 116 Lkw am Tag benötigt würden, um den Beton abzufahren – wie und wo das erfolgen solle, sei noch nicht klar.
Als Ortsbürgermeister konnte Scholz darauf verweisen, dass er und noch weitere Mitglieder des Ortsrates am Dienstagabend mit Eling und dem Ehepaar Krämer gesprochen hätten, mit dem Ergebnis, dass nicht die gesamten 17 Hektar als Industriegebiet ausgewiesen werden müssten, sondern „nur“ noch etwa eine Fläche von 1,3 Hektar für das Mischwerk. Diesen Vorschlag des Ortsrates Schepsdorf wolle Eling in den dafür zuständigen Gremien der Gemeinde Wietmarschen nun beraten.
Für die Stadt Lingen machte unter anderem Beeck deutlich, dass man zum jetzigen Zeitpunkt ganz auf der Seite Schepsdorfs stehe – kein Industriegebiet in der Standortschießanlage.
Letztlich waren sich alle einig, dass der durch die Ortsverwaltung erarbeitete Kompromissvorschlag vor allem auf die Arbeit der BI zurückzuführen sei.
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