FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 28.06.2008:

Ohne Niederländer bricht Immo-Markt zusammen

hh Meppen. Der Immobilienmarkt im Landkreis Emsland unterliegt weiterhin einem starken Rückgang. Die Zahl der Verkäufe ist 2007 um rund zehn Prozent zurückgegangen und damit rund ein Drittel niedriger als noch vor fünf Jahren. Richtig eingebrochen ist der Markt derunbebauten Grundstücke. „Hier sind rund 20 Prozent weniger Käufe getätigt worden“, so Hermann Metelerkamp, Vorsitzender des Gutachterausschusses.
Eine große Rolle im emsländischen Immobiliengeschäft spielen die Niederländern. Metelerkamp: „Die Anzahl der verkauften Häuser und das Preisniveau sind konstant geblieben. Allerdings würde der Markt ohne Niederländer hier wohl zusammenbrechen.“ 2007 wurden nach Darstellung des Vermessungsdirektors 24 Prozent und damit fast jedes vierte Haus an Käufer aus dem Nachbarland veräußert. Metelerkamp: „Die Nachfrage aus den Niederlanden ist echter Zuwachs. Ihr verdanken wir, dass die Preise nicht weiter einbrechen.“
Lesen Sie nachfolgend eine Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse des Berichtes:
Ein- und Zweifamilienhäuser: Die Zahl der Eigentümerwechsel bei freistehenden Ein- und Zweifamilienhäusern bewegt sich auf konstantem Niveau. Insgesamt wurden emslandweit 1062 Ein- und Zweifamilienhäuser verkauft (Vorjahr: 1056). Auffällig ist der hohe Anteil an Käufern aus den Niederlanden in der Gemeinde Twist. Dort gehen drei von vier Immobilien an „Grenzgänger“. Bei den Preisen hat sich zum Vorjahr nichts verändert. Sie liegen im Vergleich mit dem Indexjahr 2000 weiterhin bei 96 Prozent. Am meisten werden weiterhin Immobilien mit einem Wert zwischen 100 000 und 150 000 Euro verkauft, der Anteil der Objekte mit einem Kaufpreis von über 200 000 Euro stieg auf 10 Prozent.
Bauplätze: Bei freien Bauplätzen verzeichnet der Gutachterausschuss einen Verkaufsrückgang um 20 Prozent. Die Zahl sank auf 1079. Metelerkamp: „Das ist in dieser Größenordnung einmalig und zeigt, wie es derzeit um die Baukonjunktur im Einfamilienhaus bestellt ist.“
Zum größten Teil (47 Prozent) treten die Gemeinden und Städte der Region als Veräußerer auf. Auffällig ist, dass der Preis pro Quadratmeter für ein erschlossenes Grundstück zur Wohnbebauung sinkt. Die Kommunen erhalten im Schnitt nur noch 48 Euro (Vorjahr: 52 Euro), die privaten Anbieter 64 statt 69 Euro. Emsländischer Spitzenreiter bei den Verkäufen von Grundstücken für Wohnbebauung war die Stadt Papenburg mit 97 Veräußerungen.
Gewerbe: Bei der Nachfrage nach Grundstücken für Unternehmensansiedlungen ist erkennbar, dass nach dem deutlichen Anstieg in 2006 wieder etwas Ruhe einkehrt. Insgesamt wurden emslandweit 101 Gewerbegrundstücke verkauft (Vorjahr 126). Auffällig ist, dass die Grundstücke größer und teurer wurden. Die mittlere Größe lag bei 8500 Quadratmetern (Vorjahr: 5600) mit einem Preis von 6,40 Euro je Quadratmeter (Vorjahr 6,10 Euro). Am teuersten waren die Gewerbeflächen in der Stadt Meppen. Dort kosteten sie im Schnitt 19,40 Euro, während in den Umlandgemeinden der Quadratmeter schon im Schnitt für 5,10 Euro zu haben war.
Ackerflächen/Grünland: In diesem Bereich erwarten die Gutachter eine starke Veränderung. Metelerkamp: „Nachdem die Pachtpreise für landwirtschaftliche Flächen jahrzehntelang sehr stabil waren, steigen sie jetzt an. Das wird sich auch auf die Kaufpreise auswirken.“ Zu erwarten sei ein Anstieg für Teilflächen bis zu 30 Cent je Quadratmeter. Insgesamt ist der Preis für Acker- und Grünlandflächen seit 2000 um 16 Prozent angestiegen. Die mittlere Flächengröße bei den Eigentumswechseln lag im vergangenen Jahr bei 2,3 Hektar (Vorjahr 2,8 Hektar).
Forstwirtschaft: 2006 wechselten insgesamt 79 forstwirtschaftliche Flächen den Eigentümer. Laubwaldflächen kosteten im Schnitt 90 Cent je Quadratmeter, für Nadelwald mussten 73 Cent gezahlt werden, jeweils einschließlich Baumbestand.
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