FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 11.06.2008:

FDP: Schulbezirke gehören abgeschafft

LT Lokales vom 11.06.2008

Mehr Geld für Grundschulen gefordert
Lingen. Die FDP-Fraktion im Lingener Stadtrat setzt sich dafür ein, dass die Schulbezirke für die Grundschulen abgeschafft werden und es nur noch einen einzigen Schulbezirk für das Stadtgebiet gibt. In der Ratssitzung am morgigen Donnerstag, 12. Juni, 16 Uhr, werden die Freidemokraten einen entsprechenden Antrag stellen.
Die FDP fordert, im Grundschuljahr 2008/2009 insgesamt 280 000 Euro aus dem städtischen Haushalt für die staatlichen Grundschulen bereitzustellen. Mit diesen Mitteln sollen die Grundschulen in eigener Verantwortung die Möglichkeit bekommen, stärker als bisher spezielle Angebote für ihre Schülerinnen und Schüler vorzuhalten. Dabei soll es den Schulen überlassen bleiben, ob und wofür diese Mittel genutzt werden.
Denkbar sind laut FDP verbesserte oder zusätzliche Angebote auf dem Weg zu einer Ganztagsschule ebenso wie die Finanzierung frühen fremdsprachlichen Unterrichts, der Umwelterziehung oder der Förderung musischer, künstlerischer und sportlicher Talente.
Nach Auffassung der Liberalen müssen die Grundschulen in die finanzielle Lage versetzt werden, die hochwertigen Angebote zusätzlicher Förderung von Kindern, die in Lingener Kindertagesstätten bereits eingeführt und auch im Sekundarbereich I selbstverständlich sind, fortzusetzen. Dazu sind laut FDP Mittel erforderlich, die mit diesem Antrag bereitgestellt werden sollen. „Es ist im Grunde nicht einzusehen, dass Lingener Kindertagesstätten schon heute zweisprachige Früherziehung von Kindern anbieten, die jedoch im Grundschulalter nicht fortgesetzt werden kann, oder nur dann, wenn sich die Eltern dies aus eigener finanzieller Stärke heraus leisten können“, so die Vertreterin der Liberalen im Schulausschuss, Anna Matern-Bandt.
Die Liberalen hoffen auf eine vielfältige Angebotspalette in den Grundschulen, die sich an den besonderen Stärken oder auch Schwächen der einzelnen Schüler ausrichtet. Mit Wirkung des folgenden Schuljahres 2009/2010 wollen die Liberalen dann die Schulbezirke abschaffen, so dass Eltern die Grundschule mit dem Angebot wählen können, das am besten zum Schüler passt. Die Pflicht, eine Schule nach dem Wohnort „auszusuchen“, würde somit entfallen.
„Damit würde dem verständlichen Wunsch der Stadtverwaltung, ‚Schülerströme‘ verlässlich steuern zu können, künftig kein Vorrang mehr eingeräumt vor den Interessen der Schüler an optimaler Bildung und sozialer Einbindung“, so der Vorsitzende der FDP-Stadtratsfraktion Beeck, „und das ist aus Sicht der Liberalen eine grundsätzlich richtige Weichenstellung.“ Auch aus Sicht der eigenverantwortlichen Schulen wirke die Aufhebung von Schulbezirken förderlich.
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