FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 08.01.2008:

Grundrechte sind für Beeck ein hohes Gut

Veröffentlicht am: 08.01.2008
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Grundrechte sind für Beeck ein hohes Gut
Von Burkhard Müller
Lingen.


"Wenn Sie bitte noch einen Moment Platz nehmen wollen, Herr Beeck kommt sofort." Keine fünf Minuten später gehen die Türen mit Schwung auf, und der 38-jährige Lingener Freidemokrat, dicht gefolgt von seinem sechsjährigen Langhaardackel "Amon", betritt seine Kanzlei.


"Moin", grüßt Beeck kurz und bündig. Freizeit, Hobbys, Langeweile - Fehlanzeige. Während der FDP-Landtagskandidat mit der linken Hand den Mantel über eine Stuhllehne wirft, blättert die rechte Hand bereits in den auf dem Tisch liegenden Unterlagen.
"Noch nie hatten die Menschen weniger Freiheit als heute, und noch nie wurden sie mehr durch den Staat reglementiert als jetzt", entfährt es ihm. Beeck schaut hoch und ergänzt im gleichen Atemzug: "Damit sind wir ja nun auch direkt beim Thema."

"Amon" hat währenddessen jeden in der Gemeinschaftskanzlei Am Markt begrüßt und sich nach den vielen Streicheleinheiten der Kolleginnen und Kollegen in seine Ecke getrollt - den Besucher fest im Blick - man kann ja nie wissen.

"Rund 500000 gespeicherte genetische Fingerabdrücke, 35000 richterliche Erlaubnisse, Telefongespräche abzuhören im Jahr 2005 gegenüber 4600 im Jahr 1995, und rund drei Millionen Abfragen von reinen Verbindungsdaten durch deutsche Sicherheitsbehörden bei Telefongesellschaften und Internetprovidern machen deutlich, dass die Garantie auf einen persönlichen Schutzbereich für die Geheimnis- und Intimsphäre dünn geworden ist. Das kann doch so nicht sein", kritisiert der FDP-Politiker und zitiert in diesem Zusammenhang einen englischen Dichter mit den Worten: "Die Freiheit stirbt zentimeterweise."

Es sei nahezu unerträglich, wie in den vergangenen Jahren die Grundrechte beschnitten worden seien, und immer mit dem Verweis darauf, dass der Rechtsstaat in Gefahr sei.

"Amon" hebt den Kopf und schielt in Richtung seines Herrchens: Warum wird die Stimme nur so laut?, scheint er zu fragen und blickt gleichzeitig in Richtung Besucher. Das leichte Zittern seiner Lefzen beruhigt sich aber sofort, nachdem Beeck nun mit gebremstem Tempo fortfährt.

"27 Verbände von Medizinern, Juristen, Journalisten, Verlegern, Verbraucherzentralen und ein Dutzend weiterer Organisationen haben in den vergangenen Monaten gegen die weitere Aushöhlung der Vertraulichkeit zwischen Bürger und Arzt, Anwalt, Seelsorger, Journalist und Beratungsstellen durch die erweiterte Vorratsdatenspeicherung protestiert ... und trotzdem geht die staatliche Reglementierung in Deutschland schrittweise voran", entrüstet sich der Freidemokrat.

Beecks Handy macht sich mit der "Zauberflöte" bemerkbar und outet ihn damit auch gleichzeitig als Klassik-Fan. Ein kurzer Blick auf die Nummer des Anrufers erinnert ihn an einen Termin mit der Aidshilfe. Der 38-Jährige ist nicht nur Jurist, Politiker und geschäftsführender Gesellschafter einer Internetfirma mit elf Mitarbeitern, sondern in seiner noch verbleibenden Freizeit zudem ehrenamtlich tätig.

Neben seiner Mitgliedschaft im Vorstand der Aidshilfe ist der Lingener zudem im Förderkreis des Stadtteils Damaschke sowie beim Hospiz- und Tierschutzverein aktiv tätig.

Wieder erinnert Mozart mit seiner "Zauberflöte" an den Termin mit der Aidshilfe und auch "Amon" scheint der Aufenthalt in der Kanzlei jetzt lang genug gewesen zu sein. Der Dackel streckt und schüttelt sich und mahnt zum Aufbruch. Den Mantel im Arm, ein kurzer Händedruck: "Tut mir leid, ich muss jetzt, man sieht sich."

Damit hat sich auch die abschließende Frage nach eventuellen Hobbys erledigt. Die Grundrechte, egal ob im Staat, der Politik oder in den Vereinen, wollen verteidigt werden. Das hat sich Jens Beeck auf seine Fahne geschrieben.
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