FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 28.12.2007:

Beeck: Das passt hier überhaupt nicht rein

Lingener Tagespost; bm Lingen.
Weit auseinander drifteten die Meinungen, als es in der vergangenen Sitzung des Planungs- und Bauausschusses der Stadt Lingen um die Erweiterung der Betriebsfläche der Firma Heller in Damaschke ging. Der Grund: das Einrichten einer stationären Brecheranlage.

Nach Angaben der Verwaltung beabsichtigt das Unternehmen, auf dem Betriebsgelände an der Straße "Zum Alten Flugplatz" Schüttgüter umzuschlagen und zu lagern sowie Bauschutt aufzubereiten, zu behandeln, umzuschlagen und zu lagern.

Im Bereich des "Neuen Betriebsgeländes" sollen jährlich maximal 20800 Tonnen Bauschutt angenommen, verarbeitet und gelagert werden. Dafür müsse eine Brecheranlage errichtet werden, in der der Bauschutt gebrochen und bis zur Abholung gelagert wird. Nach Angaben des Betreibers will man die Anlage an zwei Tagen in der Woche nutzen.

Des Weiteren beabsichtige der Unternehmer, innerhalb der Trasse des geplanten Seitenkanals Gleesen-Papenburg ein Versickerungsbecken anzulegen.

Nach Angaben von Stadtbaurat Georg Lisiecki wurde die Stadt Lingen in dieser Sache lediglich um eine Stellungnahme gebeten, weil die geplante Baumaßnahme vom Gewerbeaufsichtsamt Osnabrück genehmigt werden muss. Lisiecki: "Die vorliegenden Gutachten belegen, dass von der geplanten Anlage keine unzumutbaren Störungen ausgehen."

Dem konnten die meisten Ausschussmitglieder zunächst nicht folgen. Robert Koop (fraktionslos): "Diese Anlage gehört in ein Industrie- und nicht in ein Gewerbegebiet."

Jens Beeck (FDP) machte nicht nur darauf aufmerksam, dass nicht die verkehrliche Anbindung für rund 1600 Lkw à 13 Tonnen pro Jahr den Stadtteil belasten würde, sondern auch die an das Unternehmen unmittelbar angrenzende Wohnbebauung im konträren Gegensatz zu dieser geplanten Brecheranlage stehe. Beeck: "Das passt hier überhaupt nicht rein."

Heinz Willigmann (SPD) schlug der Verwaltung vor, doch noch einmal mit dem Unternehmer zu sprechen, um nach einer anderen Möglichkeit zur Stationierung der Brechanlage zu suchen. Außerdem hegte der Sozialdemokrat die Vermutung, dass durch die Anlage und das geplante Versickerungsbecken das Grundwasser "versaut" würde.

Das vermutete auch Bernd Teschke (CDU): "Dann können wir den Dieksee nicht mehr als Badesee nutzen."

Stefan Heskamp (CDU) fragte: "Erkennt der Ortsrat diese Problematik eigentlich nicht?"

Nach einer Sitzungsunterbrechung durch den Vorsitzenden, Werner Schlarmann (CDU), votierte die Mehrheitspartei einstimmig gegen den Antrag von Beeck, an dieser Stelle eine Veränderungssperre auszusprechen. Der geplante Bau der Brecheranlage wird somit positiv begleitet. (Weitere Berichte zum Planungs- und Bauausschuss am Samstag.)
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